Länderspiel Deutschland - Schweiz

 

25.03.2003 - Fotos vom Länderspiel

 

hat uns freundlicherweise Ingo Jensen unter:
http://www.jensen-media.de/webgalerie/damen_laenderspiel/index.htm

bereitgestellt.

 


25.03.2003 - Mit freundlicher Genehmigung der Memminger und Allgäuer Zeitung hier die beiden folgenden Berichte von Michael Denkinger

 

MEMMINGER ZEITUNG, 25. März 2003

„Was? Ein Interview? Von uns?“

Wie die drei Memminger Spielerinnen und die Zuschauer das Damen-Länderspiel erlebt haben

Von Michael Denkinger

Memmingen - Sybille Kretzschmar winkt ab. Aniela Grünzig guckt verdutzt. Julia Gemsjäger zieht die Augenbrauen hoch und schlürft an ihrem Erfrischungsgetränk. „Was? Ein Interview? Von uns?“. Immer wieder läuft das Trio zurück in die Umkleidekabine, in der sich die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft der Frauen vor und nach der Partie gegen die Schweiz (0:1) umgezogen hat. Es dauert ewig, um die Spielerinnen des EHC Memmingen rauszulotsen und ihnen klarzumachen, dass sie soeben ein Länderspiel bestritten haben, und dass dies die Öffentlichkeit eventuell interessieren könnte. Nach über einer halben Stunde verlassen sie Ihr Versteck.

„Toll, es hat Spaß gemacht“, beschreibt die 15 Jahre junge Gemsjäger das Gefühl des ersten Länderspiels. Kretzschmar nickt zustimmend, obwohl es bereits Ihr vierter Einsatz im Nationalteam gewesen ist. Gut möglich, dass beide wieder nominiert werden. Bundestrainer Peter Kathan: „Gemsjäger ist jung und talentiert, Kretzschmar hat ebenfalls Zukunft.“ Kathan wäre kein guter Trainer, würde er nicht gleich Verbesserungsvorschläge mitgeben: „Kretzschmar muss fleißiger trainieren, Gemsjäger beweglicher werden.“

Wie die Zukunft in der Nationalelf für Grünzig aussehen könnte, beantwortet die 27-jährige selbst. Im A-Kader habe sie nichts mehr zu suchen. „Dafür bin Ich zu alt“, sagt die Memmingerin, die „sehr überrascht“ gewesen ist über die Nominierung für das Länderspiel, ihr erstes überhaupt. Gerne hätte sie schon früher für ihr Land gespielt, Kathans Vorgänger habe sie allerdings nie berücksichtigt.

Gut drei Stunden vorher hat Grünzig sicher keinen Gedanken daran verschwendet, warum sie nicht schon in jungen Jahren in den weiblichen Kreis der nationalen Eishockey-Elite eingeladen worden ist; für derartige Nebensächlichkeiten ist in diesem Moment keine Zeit: Die Nationalhymnen erklingen. Stolz steht das Memminger Trio in der Phalanx der Besten. Dass es sich größtenteils um die talentiertesten der B-Auswahl handelt, ist Ihnen egal. Länderspiel Ist Länderspiel.

Und weil es das in dieser Form in Memmingen zuvor nicht gegeben hat, ist Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger gekommen. Er bittet „die beiden Kapitäne zu mir“ und über reicht jeweils einen Stich der Stadt. Viele Zuschauer sind es nicht, die das mitbekommen, viele sind zu diesem Zeitpunkt nämlich noch nicht da. Später werden etwa 400 gezählt. „Eine tolle Kulisse“, lobt Bundestrainer Kathan. Organisator Peter Gemsjäger ist eben falls „sehr zufrieden“.

Unter den Zuschauern ist eine Familie aus Memmingen, die „rein aus Interesse“ zum Spiel gekommen ist. Der Familienvater kritisiert, dass für Frauen-Eishockey zu wenig Werbung gemacht werde. Ein älterer Herr schaut zu, weil er so billigere Karten für das Spiel des EHC Memmingen gegen Augsburg (4:1/siehe eigener Bericht) bekommen hat. Ein anderer findet den Mohrenkopf-Kuchen „besser als die Begegnung und eine ältere Frau sagt, man solle sich Spiele der Frauen doch erst einmal ansehen, bevor man kritisiere. Memmingens vierfache Nationalspielerin Kretzschmar stößt ins gleiche Horn: „Wir wollen gleichberechtigt sein.“ Dass Frauen im Eishockey zumindest bei Fouls genauso behandelt werden wie Männer, erfährt Kretzschmar in der 28. Minute: Sie muss wegen einer Unkorrektheit für zwei Minuten auf die Strafbank. 20 Minuten später ereilt Gemsjäger das gleiche Schicksal. „Am Einsatz kann das nicht gelegen haben“, meint ein junger Mann auf der Tribüne spöttisch, „die Frauen spielen ja ohne Körpereinsatz.“

„Das spielen wir im Moment auch“, sagt EHC-Trainer Erwin Merath und grinst. Er traut Bundestrainer Kathan zu, das Team nach vorne zu bringen. Nach vorne heißt für diese Mannschaft: Olympia 2006 in Turin. Womöglich werden einige dieser Spielerinnen dann für die A-Auswahl dem Puck nachjagen.

 

Deutschland — Schweiz 0:1 (0:0; 0:1; 0:0)

Tor: 0:1 (34.) Kathrin Nabolz — Zuschauer: 400 — Schiedsrichterinnen: Christiane Schreiber, Alexandra Botsch, Jessica Merath.

Strafzeiten: Deutschland 12 —  Schweiz 14.

Spielerinnen des Abends (Jury-Wahl): Denise Soesilo (Deutschland), Kathrin Nabolz (Schweiz)

 

ALLGÄUER ZEITUNG, 25. März 2003

Eine Premiere ohne große Höhepunkte

Die Schweiz gewinnt das erste Frauen-Eishockey-Länderspiel in Memmingen mit 1:0 gegen Deutschland — Ziel heißt 2006

Von unserem Redaktionsmitglied Michael Denkinger

Memmingen - Das Ergebnis war zweitrangig. Es ging beim Eishockey-Länderspiel der Frauen in Memmingen zwischen Deutschland und der Schweiz (0:1) darum, die körperliche Belastbarkeit und Spielkunst der jeweils zweiten Garnitur zu überprüfen. Und es ging darum, vorausschauend zu analysieren: Das Ziel für viele Spielerinnen beider Teams, die in Memmingen antraten, heißt Olympia 2006 in Turin. Zur Weltmeisterschaft 2003 nach China dürfen diese Woche hauptsächlich andere mit.

Gute Chancen aus Allgäuer Sicht hatte lediglich Torhüterin Jennifer Harß vom EV Füssen. Das 15 Jahre junge Talent stand in Memmingen zwischen den Pfosten und sollte eigentlich nach Asien mitfliegen. Letztlich wurde sie dann aber doch nicht nominiert. So bleibt die ehemalige Memmingerin Sabrina Kruck, die im Januar vom EHC nach Kornwestheim gewechselt war die einzige Allgäuerin im Kader. Für den Großteil des deutschen Teams, das in Memmingen auflief, ist hingegen die Saison vorbei.

Insofern müsse man die mäßige Vorstellung einiger Spielerinnen relativieren, sagte Bundestrainer Peter Kathan nach der Begegnung. „Einige waren wohl etwas enttäuscht.“ Gefrustet, weil ihnen einen Tag vor dem Länderspiel mitgeteilt worden sei, dass sie nicht mit nach China dürften. So trat in Memmingen eine deutsche Mannschaft an, die in dieser Besetzung nicht mehr spielen wird. Das wirkte sich auf den deutschen Spielfluss aus. Den Eidgenossen steckten wiederum viele Übungseinheiten in den Knochen, sagte deren Trainer Jörg Toggwiler. Es sei das dritte Spiel innerhalb weniger Tage gewesen. Zudem sei teilweise drei Mal am Tag trainiert worden. Toggwiler: „Allein deshalb muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen.“ Gute Szenen beim ersten Eishockey-Länderspiel der Frauen in Memmingen resultierten aus Einzelaktionen. Die Berlinerin Nina Kamenik hatte die erste Gelegenheit für Deutschland, scheiterte jedoch an der Schweizer Torhüterin Riitta Schäublin. Sabrina Splitter schaffte es wenigstens, die Scheibe an Schäublin vorbeizumogeln, doch der Puck rutschte an den Pfosten. Nach etwas mehr als der Hälfte des ersten Drittels waren selbst Soli oder überraschende Schüsse nicht mehr zu sehen. „Nach 15 Minuten hatten wir nichts mehr zuzusetzen“ kritisierte Kathan, der zu dem mit der Chancenverwertung seines Teams unzufrieden war. Die Schweiz ließ ebenfalls gute Möglichkeiten ungenutzt. Anstatt die Stürmerinnen zu kritisieren, könnte man die jungen Frauen loben, die im Tor standen. Die wichtigste Position im Frauen-Eis hockey überhaupt, das sei die der Torfrau, da waren sich Kathan und Toggwiler einig.

Für die Entscheidung in Memmingen sorgte Angreiferin Kathrin Nabotz. Bezeichnend für das Spiel: sie traf in der 34. Minute nach einem Alleingang. Der Zeitpunkt war unglücklich für das deutsche Team, weil Sekunden zuvor die Sonthofenerin Franziska Reindl die große Chance vergab, die Gastgeber in Front zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt verfolgten rund 400 Besucher das Spiel. So viele, wie selten bei einem Länderspiel der Frauen. Gerade einmal 27 mehr waren es beim Oberliga-Spiel zwischen dem EHC Memmingen und Augsburg (4:1), das im Anschluss an das Länder spiel ausgetragen wurde.

Aus dem Allgäu waren für Deutschland aktiv: Jennifer Harß (EV Füssen), Aniela Grünzig, Julia Gemsjäger, Sybille Kretzschmar (alle EHC Memmingen),  Christine Berndaner, Franziska Reindl (bd. ERC Sonthofen)

 


25.03.2003 - Mit freundlicher Genehmigung SÜD-WEST Presse, Ulm, hier der Bericht von Werner Gallbronner

 

SÜD-WEST PRESSE ULM, 25. März 2003

Von WERNER GALLBRONNER

 

FRAUEN-EISHOCKEY / Erster Auftritt in der Nationalmannschaft für Aniela Grünzig aus Staig

 

Die 27-Jährige zwischen Bundesliga in Memmingen und Hobby-Team in Senden

 

Der Auftritt im DEB-Trikot am vergangenen Sonntag gegen die Schweiz war der vorläufige Höhepunkt der sportlichen Karriere von Eishockeyspielerin Aniela Grünzig. Dementsprechend freute sich die 27-jährige Verteidigerin aus Staig - trotz der 0:1-Niederlage.

 

Sonntag, 16 Uhr, Eissporthalle Memmingen. Gut 300 Zuschauer hören aus den Lautsprechern die Nationalhymnen der Schweiz und Deutschlands. Erstmals steht Aniela Grünzig aus Staig, die ansonsten für den EHC Memmingen in der Frauen-Bundesliga dem Puck hinterher jagt, im Trikot des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) auf dem Eis. Ein bisschen aufgeregt sei sie schon gewesen, gibt sie hinterher zu, aber nicht viel mehr als sonst. Denn: "Vor jedem Spiel prickelts."

 

Den ersten Einsatz in einem offiziellen Spiel des Nationalteams hat sie neben ihrem Können auch dem neuen Bundestrainer Peter Kathan zu verdanken. Der hat festgefahrene Strukturen aufgebrochen. Kathan begnügt sich nicht, wie sein Vorgänger, mit einem Stamm von Spielerinnen aus einigen wenigen Teams, sondern schaut sich alle Mannschaften der Bundesliga an. Jeder Klub aus dem Süden kann seine drei bis fünf besten Spielerinnen zum regelmäßigen Montagstraining des Nationalkaders nach Füssen schicken.

 

Aniela Grünzig, die auch in der Hobby-Mannschaft in Senden spielt, trainiert dort seit August vergangenen Jahres. Die zusätzliche Belastung in der Freizeit - schließlich ist Frauen-Eishockey in Deutschland immer noch reiner Amateursport - macht ihr nichts aus, im Gegenteil: "Ich bin ganz froh, in Memmingen können wir nur ein bis zwei Mal pro Woche trainieren." Belohnt wurde die Mühe: Die 27-jährige gebürtige Wiblingerin erhielt eine Einladung zu einem Sichtungslehrgang der Nationalmannschaft im September, war im Oktober schon mal Nationalspielerin auf Abruf.

 

"Peter Kathan ist von ihr sehr angetan", sagt Grünzigs Vereinstrainer Günther Polansky. Für Polansky kommt die Berufung in die Nationalmannschaft nicht überraschend: "Aniela ist bei uns in Memmingen seit Jahren eine Führungsspielerin, unsere beste Verteidigerin." Sie sei ehrgeizig und trainingsfleißig. "Kathan ist ein Trainer, der das honoriert." Einziger erkennbarer Mangel: Manchmal sei Grünzig zu zerfahren, könne ihre Nerven nicht im Zaum halten.

 

Trotz des ersten Länderspiels findet die diesjährige Weltmeisterschaft im April in China ohne die Diplom-Biologin statt. Der Kader steht seit Samstag fest. Ob sie es schafft, sich für den Olympiakader 2006 zu qualifizieren, bezweifelt sie auf Grund ihres Alters. "Ich bin dann halt schon 30, der Durchschnitt der Nationalmannschaft liegt bei knapp über 20." Trotzdem lässt sie sich nicht von ihrem sportlichen Kurs abbringen. "Ein paar Länderspiele würde ich schon noch ganz gerne machen."

 

Gefreut hat sie sich über das Spiel am Sonntag, trotz der 0:1-Niederlage gegen die Schweiz. Aber jetzt ist sie erst einmal froh, dass die Eishockey-Saison beendet ist. Doch auch im Sommer steht der Sport in der Mitte der Freizeitaktivitäten. Aniela Grünzig wechselt von Kufen auf Räder, sie schwingt sich aufs Mountainbike und spielt - Inline-Hockey.


20.03.2003 Vorbericht zum Damenländerspiel Deutschland - Schweiz

 

Trainer der deutschen Damen-Nationalmannschaft ist seit Mai letzten Jahres Peter Kathan. In Bad Tölz geboren war er selbst über 15 Jahre aktiver Eishockeyspieler (für Reichersbeuren und Bad Tölz). Der 54-jährige Vater von Nationalstürmer Klaus Kathan und DEL Verteidiger Peter Kathan war schon 7 Jahre für den DEB als Honorartrainer im Nachwuchs tätig. In seiner gut 30-jährigen Karriere als Trainer war Kathan u.a. für Miesbach, Geretsried, Kaufbeuren und Riessersee tätig. Die Memminger Eishockeyfans werden sich an ihn auch aus SCM Zeiten als Coach vom EC Bad Tölz erinnern.

 

Aus Sicht des neuen Bundestrainers Kommt man am Dameneishockey nicht mehr vorbei, nachdem es 2002 zur Olympischen Sportart wurde. Für interessierte und begabte Sportlerinnen ist es ein Sport, mit dem man noch „relativ leicht“, im Vergleich zu Sportarten wie Fußball, bis zu Olympia schaffen kann. Wichtigste Voraussetzung ist allerdings, dass die Mädchen möglichst lange im männlichen Nachwuchs mittrainieren und mitspielen dürfen. Dies kränkelt leider auch in Bayern, da nicht alle Vereine die Mädchen gleichberechtigt fördern. Auch die eigens für Mädchen geschaffene Regelung, dass diese zusätzlich in der jeweils jüngeren Altersgruppe mitspielen dürfen (z.B. als Jugendspieler bei den Schülern) gilt bundesweit, nur eben in Bayern nicht.

 

Bei der Weltmeisterschaft hat Peter Kathan in China einen großen Umbruch vorgenommen. Lag bei der WM im letzten Jahr der Alterschnitt der Spielerinnen noch bei 26 Jahren, so liegt er dieses Mal bei gerade 21. Dieser Einschnitt musste irgendwann einmal kommen. Peter Kathan verzichtet bewusst auf einige der älteren und erfahrenen Akteure, wohl wissend dass er damit ein gewisses Risiko eingeht, und setzt mehr auf die Jugend, deren Hauptvorteile er im Schlittschuhläuferischen sieht. Aus Sicht Kathans müssen diese jungen Mädchen jetzt internationale Erfahrung sammeln. Realistisch bleibt er bei den Zielsetzungen: unter die ersten Fünf zu kommen, dafür hat das deutsche Team wohl geringe Chancen. Schwierig ist auch, dass in derselben Vorrundengruppe die Schweiz steht. So kann es passieren, dass man in den Relegationsspielen auf Gastgeber China trifft, die dann vom Heimvorteil profitieren könnten.

 

Das eigentliche Fernziel für Peter Kathan sind die olympischen Spiele 2006 in Turin. Dafür leistet der Bundestrainer unterstützt von seinem Assistenztrainer Dieter Reinartz echte Basisarbeit. Neben Spielbeobachtungen gehören Stützpunkt- und Sichtungstrainingseinheiten, Turniere und Freundschaftsspiele zum Programm. Gefördert werden nicht nur die Top-30 des deutschen Dameneishockeys sondern eine wesentlich breitere Basis. Beim montäglichen Training im Bundesleistungszentrum in Füssen stehen oftmals 5 bis 6 Blöcke von begeisterten Mädels auf dem Eis. So kennt sich Peter Kathan nach nicht mal einem Jahr Arbeit für den DEB schon bestens aus. Es gibt wohl kaum ein talentiertes Mädchen im deutschen Eishockey, das den Traineraugen entgangen ist. Selbst in Nordeuropa und Übersee spielende Deutschstämmige werden aufmerksam verfolgt.

 

Einer der Schritte in die Zukunft des Dameneishockeys ist das Länderspiel in Memmingen. Zum Abschlusslehrgang wurden knapp 40 Mädchen nach Füssen eingeladen. Alle Spielerinnen, die ihr Ticket nach China danach fest in der Tasche haben, dürfen anschließend nach Hause und vor dem Abflug am 27. März nach Beijing noch ein paar Tage abschalten. Der restliche A-Kader, verstärkt mit einigen jungen Nachwuchstalenten absolviert in Memmingen das Länderspiel gegen die Eidgenossinnen. Die eine oder andere Spielerin könnte auf diesem Weg noch in den eigentlichen WM Kader schlüpfen. Von den Spielerinnen, die am Sonntag in Memmingen auflaufen, werden aber sicherlich einige bei den nächsten olympischen Spielen im Jahre 2006 in Turin zu sehen sein, denn diesen jungen Mädchen gehört sportlich die Zukunft.

 

Im Tor stehen die wohl besten Nachwuchstorhüterinnen, die der DEB im Damenbereich aufzubieten hat. Das erst 15-jährige Ausnahmetalent Jennifer Harß war bei der Füssener Jugend in dieser Saison mit der Garant für das Erreichen des Vizemeisters bei der Jugend. Die ein Jahr ältere Viona Harrer ist mit 14 Länderspieleinsätzen schon bereits ein „alter Hase“ Sie spielt beim Überraschungsteam der diesjährigen Damenbundesliga, dem ESC Planegg-Würmtal und trug wesentlich dazu bei, dass ihr Team wieder den 3. Platz in der Deutschen Meisterschaft errang. Kathrin Grandl (TEV Miesbach) und Sabrina Splitter (EHC Klostersee) sind ebenfalls mit einer Doppellizenz für Planegg aktiv. Vom deutschen Vizemeister sind gleich 5 Spielerinnen nominiert: Sabrina Röhrig, Nina Kamenik, Jenny Friede, Mirjam Kresse und Denise Soesilo. Seit diesem Jahr spielen die beiden international erfahrenen Aktiven Franziska Reindl (28 Länderspiel) und Christine Berndaner (32 LS) für die Damen des ERC Sonthofen. Die talentierte Sybille Kretzschmar verstärkt seit Jahresbeginn die Memminger Damen und hat ebenso wie die Mannheimerin Anabel Dörr und Lydia Gramüller vom Landesligisten Ottobrunn drei internationale Einsätze.

Im Aufgebot stehen aber auch ein paar ganz neue Gesichter. Gespannt sein darf man auf Nicole Franke und Tracy Hauptmann. Beide stammen aus Crimmitschau uns spielen bei Tappara Tampere in der finnischen Liga. Ihr erstes Länderspiel bestreiten auch zwei Damen vom gastgebenden EHC Memmingen: Aniela Grünzig zählt seit Jahren zu den Stützen der EHC Abwehr und die 15-jährige Julia Gemsjäger kämpft mit dem männlichen Nachwuchs des EHC Memmingen in der Jugend-Landesliga um Tore und

Punkte. Vom Aufsteiger in die Baden-Württemberg Liga, dem ESC Bad Liebenzell kommt Andrea Karrer. Sie war letzte Saison noch in Esslingen bei den Damen aktiv und wechselte danach in den Herrenbereich. Aus Königsbrunn kommt Valesca Siebert, die Topscorerin der „Tigers“ aus der vergangenen Saison. Tatjana Hentschke – erst Jahrgang 89 – sorgte in Viernheim für Furore. Sowohl bei den Damen als auch bei den Schülern gehört sie zu den Top-Scorern. Bereits letzte Saison spielte sie mit Ausnahmegenehmigung in der Württemberg-Liga der Damen. Peter Kathan wurde beim diesjährigen Sichtungstest der württembergischen Mädels auf sie aufmerksam. Ein Jahr älter ist Mirjam Ludwig, die dieses Jahr vom ESC Planegg nach TV Kornwestheim wechselte und mit 34 Punkten unter den Top 5 der Scorerliste in der Damenbundesliga landete.


18.03.2003 – Die Mannschaftskader für das Länderspiel am 23.03.2003

DEUTSCHLAND

Pos           Nr.  Name                      Jahrg.   Verein                LS

 

Tor           49   HARRER         Viona     1986     ESC Planegg-Würmt.    14

              89   HARß           Jennifer  1987     EV Füssen             3

                                                                           

Abwehr        2   GRANDL         Kathrin   1986     TEV Miesbach          7

               8   DÖRR           Anabel    1985     Mannheimer ERC        3

              11   GRAMÜLLER      Lydia     1984     ERSC Ottobrunn        3

              14   GRÜNZIG        Aniela    1976     EHC Memmingen         -

              15   KARRER         Andrea    1982     ESC Bad Liebenzell    -

              22   GEMSJÄGER      Julia     1987     EHC Memmingen         -

              66   KRESSE         Miriam    1987     OSC Berlin Schöneberg 3

              88 A BERNDANER      Christine 1984     ERC Sonthofen         32

                                                                           

Sturm         9   SIEBERT        Valesca   1980     DEC Tigers Königsbrunn -

              19   SOESILO        Denise    1987     Hamburger SV          3

              20 C REINDL         Franziska 1982     ERC Sonthofen         28

              21   KRETZSCHMAR    Sybille   1984     EHC Memmingen         3

              23   HENTSCHKE      Tatjana   1989     Viernheimer ESC       -

              24   LUDWIG         Miriam    1988     TSV Erding            -

              25   HAUPTMANN      Tracy     1985     Tappara Tampere (FIN) -

              29   FRANKE         Nicole    1987     Tappara Tampere (FIN) -

              81   SPLITTER       Sabrina   1986     EHC Klostersee        3

              90 A FRIEDE         Jenny     1979     OSC Berlin Schöneberg 6

              97   KAMENIK        Nina      1985     OSC Berlin Schöneberg 3

              98   RÖHRIG         Sabrina   1984     OSC Berlin Schöneberg 15

                                                                           

Headcoach:         KATHAN         Peter                                   

Coach:             REINARTZ       Dieter                                  

Mannschaftsarzt:   DR.BALENSIEFEN Meinhard                                

Physiotherapeut:   GRUNDMANN      Norbert                                 

Equipment:         KOTZ           Sepp                                    

Teamleitung:       VONDERSTRAß    Aurelia

 

SCHWEIZ

Pos           Nr.  Name           Vorname   Jahrg.   Verein

 

Tor           1   MATHYS         Nicole    1985     SC Reinach

              20   HUNZIKER       Christine 1983     DHC Langenthal

              30   SCHÄUBLIN      Riitta    1982     Zunzgen-Sissach

 

Abwehr        2   MONTEIRO       Yasmina   1987     DHC Lyss

               4   PETER          Claudia   1985     EHC Illnau-Effretikon

               6   TIEFENTHALER   Niki      1980     DSC Oberthurgau

               7   HORGAT         Stefanie  1982     EV Zug / Seewen

               8   MARTY          Julia     1988     DHC Langenthal

              16   NUSSBAUM       Lucrèce   1986     DSC Oberthurgau

              19 A INGOLD         Elisabeth 1979     SC Reinach

              29   ZIMMERMANN     Nathalie  1983     DHC Lyss

                                                    

Sturm         11 C MÜLLER         Rebekka   1977     SC Reinach

              12   GÄMPERLE       Denise    1986     DHC Lyss

              13 A WYSS           Stefanie  1985     DHC LYSS

              14   BURI           Manuela   1984     DHC Langenthal

              15   ZAUGG          Renate    1987     EV Bomo-Thun

              18   DÜTSCH         Jeniffer  1985     DSC Oberthurgau

              21   ROHRBACH       Evelyne   1986     DHC Langenthal

              22   NABOLZ         Kathrin   1986     EHC Basel

              23   GYSELER        Stéphanie 1986     DHC Lyss

              24   MARTHY         Stefanie  1988     DHC Langenthal

              25   ZIMMERMANN     Jennifer  1988     EV Bomo-Thun

              26   ALBERANTO      Loïca     1987     DHC Lyss

                                                  

Headcoach:         TOGGWILER      Jörg              

Coaches:           GILOMEN        Pat               

                   FISCHER        Michael           

Physiotherapeut:   GYGI           Urs               

Equipment:         FEUZ           Hans              

General Manager:   MONNIN         Daniel            

 


12.03.2003 - Bundestrainer nominiert drei Spielerinnen des EHC für das Länderspiel

Memmingen –  Wie bereits berichtet, findet am Sonntag, den 23. März 2003 um 16 Uhr, in der Memminger Eissporthalle ein Damen-Länderspiel Deutschland gegen die Schweiz statt. Nähere Details gab Nationaltrainer Peter Kathan am Dienstagabend bekannt.

Er wird am Wochenende des Länderspiels mit dem kompletten Nationalmannschaftskader einen Abschlusslehrgang in Füssen abhalten. Diejenigen Spielerinnen, die ihr Ticket für die Weltmeisterschaft in Peking/China (03. bis 09. April 2003) bereits fest in der Tasche haben, gönnt der Bundestrainer dann eine kleine Verschnaufpause, denn schon in der folgende Woche startet das Team in den fernen Osten. Die restliche Nationalmannschaft, verstärkt mit einigen „jungen Wilden“ aus dem erweiterten Kreis wird dann in Memmingen das Länderspiel gegen die Schweiz bestreiten. Großes Augenmerk wird Peter Kathan auf die oder andere Wackelkandidatin legen, um anschließend seinen Weltmeisterschaftskader endgültig festlegen zu können.

Besondere Freude bei den ausrichtenden Damen des EHC Memmingen fand die Nominierung von drei Mädels aus dem Kreis der Memminger Bundesligadamen. Einzig die 18-jährige Stürmerin Sybille Kretzschmar, die Anfang Januar aus Lechbruck zum EHC wechselte, hat mit drei Länderspielen schon ein wenig internationale Erfahrung sammeln können. Zum ersten Mal stehen dagegen die beiden Verteidigerinnen Aniela Grünzig und Julia Gemsjäger im DEB Aufgebot. Während Aniela Grünzig seit Jahren zu den Stützen im Team der Memminger Damen zählt, ist die 15 Jahre junge Julia Gemsjäger überwiegend bei der Landesliga-Jugend des EHC im Einsatz.

Für das Spiel, gibt es bereits Karten im Vorverkauf bei Dietzel’s Hockeyshop in der Eissporthalle und beim Getränkemarkt Görg in Memmingen. Ebenso können während der Drittelpausen des heutigen Spieles Karten im Büro beim Block F erworben werden. Der Eintrittspreis beträgt 5 Euro; ermäßigte Karten kosten 3 Euro. In den Genuss der Ermäßigung kommen u.a. auch alle EHC Dauerkartenbesitzer gegen Vorlage ihrer Karte.


04.03.2003 - Ausblick auf das Eishockey-Länderspiel der Damen Deutschland - Schweiz

Memmingen –  Am Sonntag, den 23. März 2003 richten die Bundesligadamen des EHC Memmingen in der Memminger Eissporthalle ein Damen-Länderspiel Deutschland gegen die Schweiz aus. Die Damen Nationalmannschaft ist momentan in der heißen Phase auf die Weltmeisterschaft und trifft am kommenden Wochenende in Ratingen auf Holland. Anfang der nächsten Woche  wird dann der Kader für die Partie in Memmingen nominiert werden.

Unmittelbar vor der Abreise zur Weltmeisterschaft in Peking / China (03. bis 09. April 2003) bestreitet die Damen-Nationalmannschaft ihrer letztes Vorbereitungsspiel auf deutschem Boden im Allgäu. Für Damen Cheftrainer Peter Kathan wird dies die letzte Gelegenheit sein, noch offene Plätze für die A-Weltmeisterschaft in China zu vergeben, denn bereits wenige Tage später fliegt die Nationalmannschaft mit ihrem gesamten Tross nach Beijing.

Für das Spiel, das am Sonntag den 23. März um 16 Uhr angepfiffen wird, gibt es ab sofort Karten im Vorverkauf bei Dietzel’s Hockeyshop in der Eissporthalle und beim Getränkemarkt Görg. Ebenso können während der Drittelpausen der Oberligapartien des EHC Memmingen (am 09.03.03 gegen Ravensburg und am 14.03.03 gegen Hannover) Karten im Büro gegenüber der Geschäftsstelle erworben werden. Der Eintrittspreis beträgt 5 Euro; ermäßigte Karten kosten 3 Euro. In den Genuss der Ermäßigung kommen u.a. auch alle EHC Dauerkartenbesitzer gegen Vorlage ihrer Karte.

Im Anschluss an das Damen-Länderspiel am 23. März findet um 20 Uhr das Heimspiel des EHC Memmingen gegen den Augsburger eV statt. Alle Besucher des Länderspiels können in der ersten Drittelpause dieser Partie vergünstigte Eintrittskarten für die Oberligapartie erwerben