Presseberichte März 2000

 

28.03.2000 – Bericht aus THE RECORD, Kitchener Ontario, vom 28.03.2000

                                                                                                                     

Germans to challenge Canada on Wednesday

By Christine Rivet

RECORD STAFF

 

Like so many other girls, Julia Wierscher began to play the game with the boys on a frozen pond. Nevermind that Wierscher first tasted hockey as a 22-year-old woman on a snow-covered lake in Germany. Maybe my story is just like a Cana­dian story But 1 guess it was just a little later than most,“ said Wierscher, who at 28 is the oldest member of Ger­many‘s women‘s national hockey team. Wierscher and the rest of Team Ger­many were welcomed to Kitchener during an afternoon reception at City Hall on Monday. And it turns out, while the game still isn‘t quite the national obsession it is in Canada, these German women love their hockey as much as we do. The Germans are holding their training camp at die Kitchener Memo­rial Auditorium this week in prepara­tion for the Women‘s World Hockey Championship slated for Mississauga, April 3-9. They will be gunning for a top-six finish in Mississauga which would guarantee them a berth at the Salt Lake City Olympics in 2002.

German team goalie Nina Maier‘s hockey story is a little different. But she arrived at die same destination as Wierscher. Just a little sooner. A competitive ski racer during her teenage years, Maier packed up her poles and bindings for good once she discovered hockey through friends, as a l5 year old. Nowadays, Maier talks about hockey with die same wide-eyed reverence as a farm boy from Saskatchewan. ,,No, 1 don‘t play hockey in my spare time. 1 go working in my spare time,“ insisted Maier, a 26-year-old dental technician in her hometown of Memmingen. Germany, which did not attend the world championships in 1997, finished seventh at the most recent world tournament held last year in Finland.

Still a relatively new phenomenon in Germany, some 2,400 girls and women play hockey in Germany. By comparison, about 30,000 females are playing hockey in Canada today. The German roster includes the first woman to play professional hockey in Germany, centre Maren Valenti, who suited up for a Division 2 team; and Raffaela Wolf, who plays centre far the University of Maine; along with 16-year-old wunderkind, right winger Nina Gall of Hannover. On Monday, Berliner Claudia Grundmann, a left winger on the Ger­man national team, was invited to have her thumb print cast in wax as part of Kitchener‘s Millennium Thumbprints project. The art piece will feature 1,000 im­prints from Berlin residents, as well as 1,000 imprints from local resi­dents. Kitchener‘s German heritage, its proximity to Mississauga, and an in­vitation from Team Canada, all led to the German team‘s decision to train in Kitchener a team spokeswoman said.

Team Germany is to practice today through Sunday at the Auditorium. All practice sessions are open to the public and free of charge. In addition, the Germans will face Team Canada an Wednesday and the Mississauga Chiefs an Saturday in exhibition action at Dom Cardillo Arena. Both games will start at 7 p.m. Tickets, on sale at the Auditorium box office, are $10 for golds and $8 for reds. Group rates are also available.

 

20.03.2000 –EHC Torhüterin Christine Maier fliegt zur WM nach Kanada

Die Torhüterin der Eishockey-Damenmannschaft des EHC Memmingen, Christine Maier, wurde von Nationaltrainer Rainer Nittel für das Aufgebot der anstehenden Weltmeisterschaft in Kanada nominiert. Maier, die seit vielen Jahren unermüdlich für ein solches Ziel gearbeitet hat, freute sich riesig über diesen bislang größten Erfolg ihrer Laufbahn. „Sechs Jahre lang war ich immer diejenige, die zuhause bleiben musste und nun hat es doch noch geklappt“.  Belohnt wird die Memmingerin jetzt für ihr unermüdliches Engagement, das mit reinem Hobby nicht mehr viel gemeinsam hat. 20 Urlaubstage gingen im vergangenen Jahr für Lehrgänge und Spiele der Nationalmannschaft drauf. Neben der Damenmannschaft trainiert Christine „Nina“ Maier auch noch unter Peter Lowden bei der Memminger Juniorenmannschaft und hält sich mit einem speziellen Programm zwei bis dreimal wöchentlich im Fitness-Studio auf. Gerade davon zeigte sich  der Konditionstrainer der Damen-Nationalmannschaft, Olaf Swider, sehr beeindruckt: „Nina zeigt hier Leistungen, die weit über die Werte einer normalen Torhüterin hinausgehen“. Swider betreut neben den Eishockeydamen unter anderem auch Tennisprofi Nicolas Kiefer.

Beim Trainingslager am vergangenen Wochenende in Füssen verlieh Bundestrainer Nittel seinen Schützlingen nun den letzten Schliff für die A-Weltmeisterschaft, die von 3.-9. April in Mississauga (Kanada) stattfindet. Hauptziel bei dieser WM  ist die Qualifikation für die  Olympischen Spiele 2002 in Salt Lake City (USA). Die deutschen Damen spielen in Gruppe B mit USA, Finnland und Russland. Gegen die USA setzte es beim Weihnachtsturnier in Füssen noch eine klare 1:13 Niederlage. Auch mit Finnland kann man sich derzeit nicht messen und unterlag zuletzt zweimal deutlich (0:5 und 0:9). Dennoch sind die Verantwortlichen zuversichtlich. „Platz 6 ist durchaus erreichbar“ so Rainer Nittel. Und genau diese Platzierung wäre gleichbedeutend mit der Qualifikation für Olympia 2002. Besonders wichtig für das Abschneiden der Deutschen wird die Leistung der beiden Torhüterinnen sein. Neben Christine Maier nominierte der Bundestrainer noch Stephanie Wartosch-Kürten, die mit EHC Verteidiger Markus Wartosch verheiratet ist. Daumendrücken ist also angesagt für die deutschen  Mädels, die bereits am kommenden Sonntag über den großen Teich nach Toronto fliegen. In Kitchener ist ein letztes Vorbereitungsprogramm angesetzt bevor es dann am 3. April gegen die USA losgeht. Sämtliche Spiele werden übrigens live im TV übertragen und bei den letzten Titelkämpfen verfolgten im Schnitt 5.500 Zuschauer die Begegnungen.

 

18.03.2000 – Kantersieg der EHC Damen im letzten Saisonspiel

Im letzten Spiel der Bundesligasaison kamen die Damen des EHC Memmingen zu einem klaren 13:0 (3:0/2:0/8:0) Erfolg über den Baden-Württembergischen Landesligameister ESV Hügelsheim. Die Memmingerinnen steigerten sich von Drittel zu Drittel und konnten so zum Abschluss den höchsten Sieg der Saison feiern.

Die Memmingerinnen legten los wie die Feuerwehr und nach gut zwei Minuten lagen sie durch Tore von Sandra Polansky und Constanze Fischbach bereits mit 2:0 in Führung. Doch statt weiter auf Kombinationsspiel zu setzen, versuchten sich die EHC Spielerinnen in der Folgezeit mit Eigensinnigkeiten und Alleingängen. Gegen die ausschließlich auf Defensive eingestellten Gäste gab es aber so kein Durchkommen. Erst neun Sekunden vor der ersten Pause traf Nicole Moller zum 3:0 für die Allgäuerinnen. Im Mitteldrittel zeigten sich die Gastgeber spielerisch verbessert, scheiterten  aber immer wieder an der Hügelsheimer Torhüterin. Ihr hatten die Gäste es zu verdanken, dass es nach vierzig Minuten „nur“ 5:0 stand – Manuela Scholz und Nicole Moller verwandelten für die EHC Mädels. Hügelsheim stand unter Dauerbeschuss und konnte sich meist nur mit Befreiungsschüssen etwas Luft verschaffen. Durch eine nochmalige Steigerung im Memminger Kombinationsspiel und die nachlassenden Kräfte der Gäste wurde das letzte Drittel dann zu einem munteren Scheibenschießen. Mit 8:0 fegten die Maustädterinnen die überforderten Hügelsheimer Damen vom Eis. Am torhungrigsten erwies sich dabei Constanze Fischbach mit 3 Treffern, gefolgt von Carla Manca (2) und Petra Müller, Maike Piwonka und Heidi Müller (je 1). Das schönste Memminger Tor freilich wurde wegen Torraumabseits nicht anerkannt: im Powerplay drosch Verteidigerin Manuela Merath nach einem tollen Spielzug über vier Stationen die Scheibe von der blauen Linie unhaltbar in die Maschen des Gästetores.

Erfreulich aus Memminger Sicht auch das „zu Null“, zumal mit Kerstin Meyer die dritte EHC Torhüterin den Kasten hütete. Ein Kompliment machte Memmingens Trainer Günther Polansky seinem Team: „in einem bedeutungslosen Spiel ist es immer besonders schwierig, die richtige Motivation zu finden. Doch die Mannschaft hat sich von Drittel zu Drittel gesteigert und alle Spielerinnen haben dazu beigetragen, dass wir diese Bundesligasaison mit einer recht guten Leistung abgeschlossen haben“.

EHC Memmingen – ESV Hügelsheim 13:0 (3:0/2:0/8:0)

Tore:          1:0 (1. Min.) Sandra Polansky; 2:0 (3.) Constanze Fischbach / Carolin Füchsl  / Jessica Merath; 3:0 (20.) Nicole Moller / Petra Neusser / Petra Müller; 4:0(28.) Manuela Scholz / Maike Piwonka; 5:0(39.) Nicole Moller / Petra Neusser / Carla Manca; 6:0(45.) Carla Manca / Sandra Polansky; 7:0(49.) Constanze Fischbach / Carolin Füchsl  / Petra Müller; 8:0 (52.) Constanze Fischbach / Carolin Füchsl ; 9:0(53.) Petra Müller / Constanze Fischbach; 10:0(54.)  Maike Piwonka; 11:0(54.) Carla Manca / Petra Neusser; 12:0(55.) Heidi Müller / Petra Müller; 13:0 (59.) Maike Piwonka / Carolin Füchsl

Strafen:     Memmingen 2 Min. – Hügelsheim 6 Min.      

Zuschauer: 50

 

14.03.2000 – Bundesligaerhalt endgütig gesichert – letztes Punktspiel gegen den ESV Hügelsheim

Ohne Druck kann die Damenmannschaft des EHC Memmingen in ihr letztes  Punktspiel der Saison 1999/2000 gegen den ESV Hügelsheim gehen. Durch die Niederlage des direkten Konkurrenten Königsbrunn gegen den Augsburger eV vom vergangenen Wochenende haben die Memmingerinnen den dritten Tabellenplatz endgültig gesichert und sich damit vorzeitig den Klassenerhalt in der Bundesliga Süd gesichert. Anspiel in der Memminger Eissporthalle ist am Samstag um 16.45 Uhr.

„Augsburg sei Dank“ dürften sich die Memmingerinnen gedacht haben, als sie am vergangenen Wochenende vom Sieg der Fuggerstädter über die Tigers aus Königsbrunn erfahren haben. Die AEV Damen hatten hierbei trotz des 7:4 Sieges gar keinen leichten Stand, mussten sie doch mit nur neun Spielerinnen zwei Begegnungen innerhalb von 24 Stunden bestreiten. Doch  schlussendlich verhalfen sie mit diesem Sieg dem EHC zum endgültigen Klassenerhalt, egal wie die restlichen Spiele enden.

EHC Coach Günther Polansky zeigte sich ebenfalls erleichtert über die Königsbrunner Niederlage, muss er doch im letzten Spiel nochmals auf beide Stammtorhüterinnen verzichten. Während Nina Maier mit der Nationalmannschaft im Füssener Bundesleistungszentrum den letzten Test für die Anfang April stattfindende Weltmeisterschaft bestreitet, fehlt Petra Merath nach einer Meniskusoperation nach wie vor dem Team. So wird zum zweiten Mal in dieser Saison die dritte im Bunde, Kerstin Meier, während des gesamten Spiels zwischen den Pfosten stehen. Unterschätzen werden die Memmingerinnen den Meister der Landesliga Baden-Württemberg, den ESV Hügelsheim, auf keinen Fall. Zwar gewannen sie das Hinspiel deutlich mit 11:3, doch haben die Gäste einige schnelle Stürmerinnen, die mit Breaks immer wieder für Gefahr vor dem EHC Tor sorgen könnten. Auch die knappen Niederlagen gegen Königsbrunn (3:4 und 1:2) sprechen für die Hügelsheimer. Anfällig scheint jedoch deren Hintermannschaft zu sein: durchschnittlich 9 Gegentore kassierten sie in den bisherigen 8 Spielen der Relegationsrunde. Die Memmingerinnen möchten nun mit einem ordentlichen Spiel für einen guten Saisonabschluss sorgen, zumal die letzte Partie gegen den AEV alles andere als eine Offenbarung war.

Daumendrücken heißt es auch für Torhüterin Nina Maier, die beim erwähnten Abschlusslehrgang der Nationalmannschaft am Wochenende erfährt, ob ihre Mühen der letzten Wochen und Monate mit einem Ticket für die Weltmeisterschaft in Mississauga (Kanada) belohnt werden. Die Konkurrenz jedoch ist groß: nur zwei der vier eingeladene Torhüterinnen  werden mit über den großen Teich fliegen können.

 

03.03.2000 - Desolate Leistung der EHC Damen besiegelt 0:6 Niederlage gegen den AEV

Gegen den Augsburger eV unterlagen die Damen des EHC Memmingen auch in dieser Höhe verdient am Freitagabend mit 0:6 (0:3/0:2/0:1) Toren. Beim EHC fand beinahe keine Spielerin zu ihrer Normalform und den Fuggerstädtern  genügte so eine durchschnittliche Leistung zum Sieg.

Etliche neue graue Haare dürften dem Memminger Trainer Günther Polansky während der Begegnung seiner Truppe gegen die Damen das AEV gewachsen sein, ob der desolaten Leistung seiner Mannschaft. Die Spieluhr zeigte 5 Minuten 33 Sekunden und Memmingen lag bereits mit 0:3 Tore im Rückstand. Drei krasse Fehler im eigenen Drittel und die Augsburger nahmen die Gastgeschenke dankbar an.  Die einzige Chance für Memmingen im ersten Abschnitt war ein Pfostenknaller von Sandra Polansky in der 10. Minute. Für einige Zeit fingen die EHC Mädels – ausgerechnet während einer 4-minütigen Unterzahl im ersten und einer 3:5 Unterzahl zu Beginn des zweiten Drittels hatten sie ihrer beste Phase. Nicht gerade zur Beruhigung des Memminger Spiels trug die schwache Schiedsrichterin Kirschner bei, die überaus kleinlich agierte und beispielsweise ein Achselzucken von Heidi Müller mit einer 2-Minuten Strafe wegen Reklamieren bestrafte. Überhaupt schien die Unparteiische etwas gegen Heidi Müller zu haben: fünf Mal schickte sie diese in die Kühlbox – bei bislang drei Strafzeiten in acht Spielen der Relegationsrunde schon verwunderlich. Die endgültige Entscheidung dann in der 29. Minute als Johanna Merk die gesamte EHC Hintermannschaft stehen ließ und die Scheibe vom Innenpfosten zum 0:4 ins Tor prallte. Ein Memminger Eigentor im Unterzahlspiel zum 0:5 (31. Min) und nochmals Johanna Merk (44.) zum 0:6 vervollständigten die Niederlage. Die Maustädterinnen hatten nur bei einem Break durch Petra Neußer eine richtige Torchance zum Ehrentreffer. Insgesamt genügte den Gästen aus der Fuggerstadt eine durchschnittliche Leistung, um die an diesem Tage schwachen Memmingerinnen zu bezwingen.

Sichtlich nachdenklich zeigte sich Trainer Günther Polansky nach dem Spiel. „Ich frage mich schon, was ich bei der Besprechung vor dem Spiel zur Mannschaft gesagt habe. Wenn wir schon technisch gegen einige Augsburger nicht mithalten können, so erwarte ich schon, dass gekämpft wird und die taktischen Aufgaben umgesetzt werden.“  Der AEV übernahm damit vom EHC die Tabellenführung in der Relegationsrunde. Die Memmingerinnen bestreiten ihr letztes Saisonspiel am 18. März gegen den ESV Hügelsheim.

EHC Memmingen – Augsburger eV 0:6 (0:3/0:2/0:1)

Tore:          0:1 (3. Min.) Katharina Hof; 0:2 (5.) Nadine Kirchner / Jennifer Stapelfeld / Sylvia Oldorf; 0:3 (6.) Johanna Merk; 0:4 (29.) Johanna Merk / Katharina Hof / Sylvia Oldorf; 0:5 (31.) Johanna Merk / Katharina Hof; 0:6 (44.) Johanna Merk / Katharina Hof

Strafen:       Memmingen 22 Min. – Augsburg 10 Min. + 10 Disziplinarstrafe gegen Valesca Siebert        

Zuschauer: 50