Presseberichte März 2003


26.03.2003 - Zehnte Bundesligasaison der EHC Damen geht zu Ende – Ein Rückblick

 

Die Favoritenrolle im Süden war von         Beginn an klar verteilt: am TV Kornwestheim, das war allen Konkurrenten klar, würde auch in diesem Jahr kein Weg vorbeiführen. Leider gab es erstmals nur zwei Teilnehmer an der Endrunde zur deutschen Meisterschaft, so dass sich auf den verbleibenden freien Platz der ESC Planegg, Aufsteiger Sonthofen und ein ganz kleines bisschen auch die Memminger Damen Hoffnung machten. Mit Nationalverteidigerin Sabrina Kruck und Mittelstürmerin Rosi Strobl aus Geretsried verstärkt, startete man recht hoffnungsvoll in die Saison, auch wenn der Kader ziemlich bald durch den Ausfall von Petra Müller und Manuela Merath – verursacht durch einen gut bekannten langbeinigen Vogel – wieder reduziert wurde,.

Nachdem man in der Vorbereitung Sonthofen und Grefrath bezwingen konnte, gewannen die Memmingerinnen die beiden ersten Spiele gegen Esslingen und Königsbrunn. Die erste Saisonniederlage gab es Mitte Oktober beim 1:4 gegen die Planegger Defensivkünstler. Es folgte ein 10:0 Kantersieg in Esslingen bevor man beim späteren deutschen Meister Kornwestheim chancenlos war und 2:13 unterging. Nach dem zweiten Erfolg über Königsbrunn ging es erstmals in einem Bundesligaspiel gegen den Bundesliga-Neuling Sonthofen. Doch die Memmingerinnen konnten den Erfolg aus der Vorbereitung nicht wiederholen. Beide Vorrundenpartien gingen denkbar knapp mit 2:3 und 3:4 an die mit zahlreichen Legionären komplett neu formierte Mannschaft. Da auch die Rückspiele gegen Kornwestheim (0:5) und Planegg (1:3) nicht gewonnen werden konnten, beendeten die Memmingerinnen die Vorrunde hinter dem Allgäuer Rivalen Sonthofen auf dem 4. Platz.

Zum Jahreswechsel drehte sich dann das Spielerkarussell. Sabrina Kruck wechselte nach Kornwestheim und Rosi Strobl hängte ihre Schlittschuhe an den Nagel; dafür kam mit Sybille Kretzschmar vom ERC Lechbruck eine junge Mittelstürmerin in die Maustadt. Ziel in der Runde war – wie im Vorjahr - das Erreichen des DEB Pokalendspiels gegen den Vertreter der Bundesliga Nord. Dabei misslang jedoch schon der Auftakt. Mit 3:7 ging man gegen Sonthofen als Verlierer vom Eis. Dem 4:1 Erfolg in Königsbrunn folgte postwendend eine 0:3 Niederlage gegen denselben Gegner im Rückspiel eine Woche später. Doch die Memmingerinnen fingen sich sofort wieder und ließen Esslingen mit zwei Siegen (7:1 bzw. 8:4) keine Chance. Nachdem auch Sonthofen gegen Königsbrunn zweimal patzte, kam es im letzten Spiel gegen die Oberallgäuer zum Endspiel um den Einzug ins Pokalfinale. Doch auch in dieser Partie gelang es den EHC Mädels nicht, einen Sieg einzufahren und nach einer 0:3 Niederlage zogen die Sonthofener ins Endspiel ein.

„Auch wenn ich das ein oder andere Spiel – gerade vielleicht gegen Sonthofen oder Planegg – gerne mehr gewonnen hätte, bin ich mit der Saison recht zufrieden“ äußerte sich Coach Günther Polansky zum Saisonende. „Für mich ist es wichtiger, eine gewachsene und geschlossene Mannschaft zu trainieren, als eine Zusammenstellung von Stars“ konnte sich der Memminger Trainer einen Seitenhieb auf manch ehrgeizigen Kollegen in der Liga nicht ersparen.

Nach einer gemeinsamen Abschlussfahrt gehen die EHC Mädels nun in eine 2-monatige Trainingspause. Doch die Planungen für die kommende Spielzeit laufen im Hintergrund bereits wieder auf Hochtouren. Das Trainingslager ist bereits gebucht und es wird bestimmt nicht lange dauern, bis die Einzelnen sich wieder nach dem Eistraining sehnen.