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14.04.2002 - EHC Damen beenden die 13. Eishockey-Saison Memmingen
– Die dreizehnte Spielsaison insgesamt bzw. die Achte in der höchsten
deutschen Spielklasse war für die Eishockeydamen des EHC Memmingen geprägt
von Höhen und Tiefen. Nach durchwachsenen
Leistungen in der Vorrunde verpassten die EHC Mädels in der Pokalrunde nur
ganz knapp den Sieg des Bundesligapokals.
Leider
standen in diesem Jahr weniger die sportlichen als vielmehr die
verbandstechnischen Rahmenbedingungen lange Zeit im Mittelpunkt der
Diskussionen. Bis wenige Stunden vor dem ersten Ligenspiel war die Situation des Südkonkurrenten SC
Riessersee ungeklärt, die Durchführungsbestimmungen selbst mehr schlecht als
recht vorbereitet und die Relegationsrunde wurde durch eine kostenintensive
und umstrittene Pokalrunde ersetzt. Nachdem
einige Aktive aus beruflichen Gründen den Verein verlassen hatten stand den
Damen des EHC Memmingen ein deutlich kleinerer Kader als im Vorjahr zur
Verfügung. Auch die drei EHC Schülerspielerinnen konnten nur sehr selten
eingesetzt werden, da das Schülerteam seinerseits 28 Pflichtspiele
absolvieren musste. Der Start in die Vorrunde begann mit einer unglücklichen
Niederlage bei den „Tigers“ Königsbrunn und einem Heimerfolg gegen die „Pesky Kids“ aus Esslingen. Auch beim 1:3 gegen Planegg
waren die EHC Mädels lange Zeit gleichwertig. Das beste Vorrunden-Spiel
zeigten die Allgäuerinnen dann beim haushohen Favoriten TV Kornwestheim. Von
einem Klassenunterschied gegenüber dem späteren deutschen Meister war bei der
1:3 Niederlage nichts zu sehen. Leider konnten die Memmingerinnen das bis zu
diesem Zeitpunkt gezeigte Niveau nicht halten. Ob es die wenigen
Trainingszeiten oder der Frust über die unglücklichen und knappen Niederlagen
war, lässt sich nicht mehr genau nachvollziehen. Jedenfalls riss der Faden
und es folgten drei deutliche Niederlagen gegen Riessersee und gegen
Kornwestheim. Durch den 8:3 Auswärtserfolg in Esslingen im letzten
Vorrundenspiel sicherten sich die Maustädterinnen schließlich doch noch den
5. Tabellenplatz. Nach einer vierwöchigen Spielpause ging es im Januar dann
in die Pokalrunde. Aus Memminger Sicht nicht zuletzt wegen der angespannten
Situation im Stammverein ein finanzieller Wahnsinn. Sportlich hingegen freute
sich das Team von Günther Polansky auf das erste Kräftemessen mit den
Nord-Bundesligisten. Nach den Auftakterfolgen gegen Hannover (10:0) und beim
WSV Braunlage (5:3) keimte Hoffnung auf den Pokalgewinn auf. Doch nach der
vierwöchigen Olympiapause leisteten sich die Memmingerinnen den einzigen
Ausrutscher und unterlagen zuhause gegen Braunlage mit 2:6. Dem Unentschieden
gegen Tabellenführer Grefrath folgte ein 12:0 Kantersieg in Hannover und die
Entscheidung auf den Pokalsieg fiel erst im letzten Spiel. Trotz des besseren
Spiels der EHC Mädels war das Glück hier auf Seiten der Grefrather; durch das
1:1 Unentschieden in einem hochklassigen Match verpassten die Memmingerinnen
mit dem zweiten Tabellenplatz nur denkbar knapp den Titel des erstmals
ausgespielten deutschen Pokalsiegers. Trotz der
vereinzelten „Aussetzer“ war EHC Coach Günther Polansky mit der abgelaufenen
Saison zufrieden. „Wie schon im Vorjahr haben wir in einigen Spielen
bewiesen, dass wir nicht sehr weit von der Spitze entfernt sind. Im nächsten
Jahr werden wir uns bemühen, über die ganze Saison hinweg noch konstantere
Leistungen zu zeigen, um den Abstand
nach oben noch einmal zu verkleinern“.
Positiv sah der Coach auch den Nord-Süd Vergleich: „sportlich war die Runde
durchwegs ein Erfolg für uns. Allerdings sind die weiten Fahrten nicht immer
ganz einfach und von den Kosten her nur schwer finanzierbar“. Die EHC
Damen bleiben weiterhin das Aushängeschild des EHC und sind bundesweit
gesehen mit dem 8. Platz aller Bundesligisten die erfolgreichste Mannschaft
der Stadt Memmingen. Topskorerin wurde wie im
Vorjahr Andrea Weißbach mit 33 Punkten (19 Toren und 14 Assists),
gefolgt von Petra Neußer mit 17 (8/9) und Maike Piwonka mit 15 Punkten
(10/5). Strafbankkönigin wurde Manuela Merath mit 46 Strafminuten. |