Presseberichte Mai 2003

 

17.05.2003 – Sporttelex von Radio PRIMA 1

Laut neuem Wölfe-Geschäftsführer (fast) alles klar

Memmingen (Andreas Schales) - Der designierte Geschäftsführer der "Wölfe GmbH" hat einen heutigen Zeitungsbericht zurückgewiesen, dass die Zukunft des Oberliga-Eishockeys in Memmingen und des EHC noch völlig unklar sei. Er bestätigte unserem Sender noch einmal, dass heute die Gesellschaft unter Dach und Fach gebracht werden soll. Der entsprechende Vertrag soll dann Anfang der Woche von den Gesellschaftern unterschrieben werden. Auch die sportlichen Planungen sind bereits angelaufen, so Stüwe. Die Lizenz wurde jedenfalls beantragt und es laufen weitere Gespräche mit der für den Spielbetrieb zuständigen ESBG.


16.05.2003 – Sporttelex von Radio PRIMA 1

Oberliga Lizenz beantragt

Memmingen (Andreas Schales) - Der EHC Memmingen hat gestern noch fristgemäß die Lizenz für die Oberliga beantragt. Den Spielbetrieb des insolventen Vereins soll eine Wölfe-GmbH weiterführen, die nun am Wochenende endgültig gegründet werden soll. "Acht Gesellschafter sind zusammen", teilte der designierte Geschäftsführer Burkhard Stüwe auf Anfrage unserem Sender mit. Die erforderlichen Wirtschaftlichkeitsunterlagen können der ESBG noch nachgereicht werden. Bereits heute sollen die sportlichen Planungen beginnen - es gibt ein Gespräch mit einem Trainerkandidaten, einem Ex-Nationalspieler. Auch ein Nachfolger für Torhüter Florian Warkus, der nach Kempten geht, wird bereits gesucht.


15.05.2003 – Sporttelex von Radio PRIMA 1

Designierter Geschäftsführer: „Es sieht gut aus“

Memmingen (Andreas Schales) - Nach langem Tauziehen scheint es tatsächlich in letzter Minute eine Rettung für Oberliga-Eishockey in Memmingen zu geben.  "Es sieht gut aus", so der designierte Geschäftsführer Burkhard Stüwe. Er geht davon aus, dass die Gesellschaft zustande kommt, wenngleich es noch verschiedene Varianten über deren Zusammensetzung gibt. Es gebe aber eine ausreichende Anzahl an Gesellschaftern mit entsprechendem Kapital. Heute soll die Eissportbetriebsgesellschaft ESBG, zuständig für den Spielbetrieb, darüber informiert werden, dass Memmingen weitermacht. Dann soll die Gesellschaft formell auf den Weg gebracht werden und die Wirtschaftslichkeits-Unterlagen für die ESBG ausgearbeitet werden.


14.05.2003 – Sporttelex von Radio PRIMA 1

Um die Rettung des EHC Memmingen wird weiter gerungen

Memmingen (Andreas Schales) - Bisher ist die Gründung einer Wölfe-GmbH, die künftig für den Oberliga-Spielbetrieb zuständig sein soll, noch nicht über die Bühne gegangen. Derzeit werde noch versucht, weitere potentielle Gesellschafter zu gewinnen, so der designierte Geschäftsführer Burkhard Stüwe. Unter Umständen wird auch der Inhaber einer Neu-Ulmer Gebäudereinigungsfirma als Allein-Gesellschafter tätig.  Die Zeit drängt, denn morgen muss der für die Oberliga zuständigen ESBG die Meldung aus Memmingen vorliegen, ob weiter gespielt wird. Von der Gründung der Wölfe-GmbH hängt auch ab, wie es mit dem Nachwuchs- und Damenbereich des EHC weitergeht.
Bei einem Pressetermin gestern Abend wurde bekannt, dass sich die Verbindlichkeiten des insolventen Vereins auf rund 150.000 Euro belaufen.


13.05.2003 – Sporttelex von Radio PRIMA 1

Es geht offenbar doch weiter mit höherklassigem Eishockey in Memmingen.

Memmingen (Andreas Schales) - Heute Abend soll die Presse über die Gründung einer Wölfe-Betriebsgesellschaft informiert werden, die künftig den Oberliga-Spielbetrieb organisieren soll. Die GmbH wiederum soll mit Lizenzgebühren zur Sanierung des insolventen EHC Memmingen beitragen.  Unter dem Dach des Hauptvereins wird dann auch weiter der Nachwuchs- und Damen-Spielbetrieb laufen.  Wie vorab zu erfahren war, soll es fünf Gesellschafter der Wölfe-GmbH geben.
Auch ein Geschäftsführer aus der Eishockey-Szene ist bereits gefunden.


08.05.2003 – Sporttelex von Radio PRIMA 1

Morgen Abend fällt vermutlich die Entscheidung, ob es mit höherklassigem Eishockey in Memmingen weiter geht oder nicht

Memmingen (Andreas Schales) - Der EHC Memmingen trifft sich noch einmal mit möglichen Gesellschaftern. Nur wenn eine Betriebs-GmbH zusammenkommt, könnte weiter in der Oberliga gespielt werden.

Auch der Vorstand des zweiten Memminger Eishockey-Vereins Helge Pramschüfer wird mit am Tisch sitzen.  Nach dem Gang zum Insolvenzrichter am vergangenen Montag soll es beim EHC am 27. Mai noch eine außerordentliche Mitgliederversammlung geben.

 

 

07.05.2003 – Sporttelex von Radio PRIMA 1

Memmingen (Andreas Schales) - Der EHC Memmingen bemüht sich nach dem gestellten Insolvenzantrag eine Betriebsgesellschaft zu gründen, um weiter in der Oberliga spielen zu können und den Hauptverein zu erhalten.
"Wir versuchen alles um Eishockey in Memmingen am Leben zu erhalten", so der EHC-Vorsitzende Christian Mayer wörtlich. Noch sei eine reelle Chance vorhanden.
Bis zum Wochenende werden weitere Gespräche mit Sponsoren geführt; nächste Woche soll dann feststehen, ob eine Gesellschaft gegründet werden kann.
Auch der ehemalige EHC-Vorsitzende Helmut Börner hat sich in die Bemühungen eingeschalten.
Das Memminger Amtsgericht hat derweil ein Gutachten in Auftrag gegeben nach dem entschieden wird, ob das Insolvenzverfahren eröffnet oder mangels Masse abgelehnt wird. Die Entscheidung wird in drei bis vier Wochen erwartet.


07.05.2003 – Von der Homepage der Memminger Wölfe

Memmingen (Andreas Schales) Dem höherklassigen Memminger Eishockey droht zum zweiten Mal nach dem Konkurs des damaligen SC Memmingen 1993 das Aus. Die Vorstandschaft des EHC Memmingen hat am Montag beim Amtsgericht wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt. „Die Bilanz ist erschreckend“, so der Vorsitzende Christian Mayer zum Kassensturz nach dem Saisonende, der diesen Schritt ausgelöst hat.

Trotz des eingeläuteten Sparkurses sei das Minus in dieser Saison weiter gewachsen. Den Verein drücken nach Mayers Aussagen mittlerweile Verbindlichkeiten im sechsstelligen Bereich. Konkrete Zahlen nannte er nicht. „Fakt ist, dass wir überschuldet sind und wir gezwungen waren den Insolvenzantrag zu stellen“. Vor allem im Hinblick auf die anstehende Saison sieht Mayer keinen Sinn auf der bisherigen Basis weiter zu machen. 300.000 Euro müsse allein für die Oberliga-Mannschaft aufgebracht werden, um wettbewerbsfähig sein zu können. Ein solcher Etat war aufgrund der derzeitigen Aussichten an Sponsorengeldern und weiter befürchtete zurückgehender Zuschauerzahlen nicht kalkulierbar – zumindest nicht auf Vereinsebene: „Ein Wirtschaftsunternehmen kann von ehrenamtlichen Leute nicht mehr bewältigt werden“.


Eine einzige realistische Chance sieht der Funktionär noch, um weiter Oberliga-Eishockey in Memmingen zu bieten und den Nachwuchs unter dem Dach des EHC spielen zu lassen: Eine (noch zu gründende) Betriebsgesellschaft übernimmt die erste Mannschaft und saniert in den nächsten Jahren mit fälligen Lizenzgebühren den insolventen Hauptverein. Gespräche mit möglichen Gesellschaftern habe es gegeben. Nur habe er bis jetzt nichts mehr von den Beteiligten gehört. Wobei die Zeit drängt. Am 15. Mai läuft die Frist für die Einreichung der Lizenzierungsunterlagen bei der für den Spielbetrieb zuständigen ESBG ab.  Wenn keine Meldung eingeht oder das Memminger Amtsgericht die Eröffnung des Insolvenzverfahrens ablehnt, sind die „Wölfe“ ohnehin ausgezählt.
Mayer stellt sich die Frage, ob überhaupt noch Interesse am Eishockey in der einstigen Hochburg besteht und zählt auf: „Rückläufige Einnahmen bei Zuschauern, am Kiosk, bei Sponsoren und Mitgliederschwund“ – trotz des Aufstiegs in die Oberliga. Dazu die wirtschaftlich schwere Gesamtlage und „sicher haben wir auch Fehler gemacht“, räumt er ein.


Ein Rückzug der „Wölfe“ in die Bezirksliga hätte für Mayer auch keinen Sinn gemacht: „In der untersten Liga kann ein Verein nicht entschuldet werden“. Wie und ob es überhaupt weitergeht werden die nächsten Tage zeigen. Große Hoffnung scheint der EHC-Boss aber nicht zu haben, nachdem er und seine Vorstandskollegen sich in den vergangen Wochen erfolglos die Hacken abgelaufen hatten, um Sponsoren zu finden. Wenn die Rettung nicht gelingt, dann bleibt dem Nachwuchs- und Damenbereich mit rund 200 Aktiven nur ein sportlicher Neubeginn mit der Gründung eines neuen Eishockeyclubs oder die Übersiedlung in einen anderen Verein. In allen Leistungsklassen müsste in beiden Fällen dann wieder ganz unten begonnen werden.

Anmerkung der Redaktion: „nur“ die Damen verlieren die Zugehörigkeit zur Spielklasse, nicht jedoch der Nachwuchs


06.05.2003  Stellungnahme aus Sicht der Memminger Damenmannschaft

Der Abteilungsleiter der Memminger Damen, Peter Gemsjäger, wurde am Sonntag, den 4. Mai, vom Vorstand über den bevorstehenden Insolvenzantrag in Kenntnis gesetzt. Die Mannschaft selbst ist inzwischen komplett informiert. Fest steht, dass alle Aktiven weiter zum Memminger Dameneishockey stehen und die komplette Mannschaft auch in der nächsten Saison in Memmingen dem Eishockeysport nachkommen wird.

In den nächsten Wochen wird sich nun herausstellen, ob der Insolvenzantrag des Stammvereins das endgültig Aus für den EHC Memmingen ist und die Damenmannschaft damit auch die Spielberechtigung in der Bundesliga verliert. In einem solchen Fall würden die Memminger Damen über den Weg der Landesliga den sofortigen Wiederaufstieg in den DEB Bereich anstreben. Dabei ist derzeit vollkommen offen, ob hierzu ein neuer Verein gegründet wird, oder aber der Anschluss an einen bestehenden Club zustande kommt. Hierüber wird die Mannschaft selbst entscheiden.

 

 

05.05.2003 - EHC Memmingen stellt Insolvenzantrag

 

Meldung von Memminger Lokalsender Radio PRIMA 1 am 06.05.2003:  

(Andreas Schales) Die Vorstandschaft des Eishockeyclubs Memmingen hat wegen Zahlungsunfähigkeit gestern beim Amtsgericht Insolvenzantrag gestellt.
Trotz Sparkurs gab es in der vergangenen Saison ein weiteres Minus.
Die Verbindlichkeiten liegen insgesamt im sechsstelligen Bereich, so der EHC-Vorsitzende Christian Mayer, ohne konkrete Zahlen zu nennen:
“Außerdem sei die Finanzierung der kommenden Saison aufgrund der derzeitigen Aussichten nicht machbar. Einziger Rettungsanker für höherklassiges Eishockey in Memmingen wäre die Gründung einer Betriebsgesellschaft. Sie müsste sich um den Oberliga-Spielbetrieb der ersten Mannschaft kümmern und den Verein durch entsprechende Lizenzgebühren entschulden. Gespräche darüber habe es mit möglichen Gesellschaftern gegeben, aber bis heute habe er von den Interessenten nichts mehr dazu gehört. Deshalb ist momentan völlig unklar, ob und wie weitergeht.“

Dem Vorstand selbst sei aus rechtlichen Gründen keine andere Möglichkeit geblieben, Insolvenz anzumelden.