Presseberichte Oktober 1999

23.10.99  EHC Damen – TV Kornwestheim 0:8 (0:3/0:2/0:3)

EHC Damen verlieren unter Wert

Die Eishockeydamen des EHC Memmingen unterlagen am Samstagabend gegen den favorisierten TV Kornwestheim klar mit 0:8 (0:3/0:2/0:3) Toren. Dennoch zeigten sich die Memminger Verantwortlichen kei­neswegs enttäuscht über die Niederlage, die um einige Tore zu hoch ausgefallen ist.

Von Beginn an war den Memmingern klar, dass es in der Begegnung gegen den TV Kornwestheim lediglich darum gehen konnte, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen. Wenn man die 15:2 Niederlage des Augsburger eV aus der Vorwoche gegen diesen Gegner berücksichtigt, haben die EHC Damen trotz der klaren Nieder­lage ihr Ziel erreicht. Von Beginn an setzte Memmingens Co-Trainer  Andreas Schmid auf drei komplette Blöcke und gab sämtlichen Nachwuchsspielerinnen Gelegenheit, gegen die mit etlichen Nationalspielerinnen angetretenen Kornwestheimerinnen Bundesligaluft zu schnuppern.

In der weitgehend fairen Begegnung führten die Gäste nach acht Minuten bereits mit 0:2, doch dann kamen die Memmingerinnen besser ins Spiel. Erst drei Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels gelang Sabine Kürten mit einem Fernschuss die 0:3 Führung. Die EHC Damen hielten auch im zweiten Abschnitt gut dage­gen. Zwei vermeidbare Tore ermöglichten es den Gästen dennoch auf 0:5 zu erhöhen. Die beste Zeit hatten die Maustädterinnen zwischen der 32. und 54. Minute, in der es ihnen gelang, ohne Gegentreffer zu bleiben und sogar einige Male gefährlich vor dem von Stephanie Kürten gehüteten Kornwestheimer Tor aufzutau­chen. Leider scheiterten sie aber ein ums andere Mal an Deutschlands Torfrau Nummer Eins. Besonders auffallend in dieser Phase die immer stärker werdende „Youngster“ Angriffsreihe des EHC mit Manuela Scholz, Maike Piwonka und Nicole Moller. Erst als Manuela Merath nach einem Check von Melanie Breitner mit aus­gekugelter Schulter in Krankenhaus gebracht werden musste, lies die Konzentration in der Memminger Mannschaft nach. Binnen zwei Minuten schraubten die Gäste das Ergebnis zum 0:8 Endstand hoch. Trotz dieser Niederlage enttäuschten die Memmingerinnen nicht, was auch Bayern-Auswahltrainer Amend bestätigte. Die EHC Mädels hätten an diesem Abend durchaus ein besseres Ergebnis verdient gehabt und trotz der Niederlage muss der Mannschaft vor den kommenden Aufgaben nicht Bange sein.

EHC Memmingen – TV Kornwestheim 0:8 (0:3/0:2/0:3)

Tore:              0:1 (4. Min.) Sandra Kürten / Stephanie Frühwirt / Patricia Van der Beesen; 0:2 (8.) Ulrike Tepper / Marlen Skiba / Jo­hanna Schweda; 0:3 (20.) Sabina Kürten / Sandra Kürten; 0:4 (29.) Sandra Kürten / Stephanie Frühwirt / Sabine Kür­ten ; 0:5 (33.) Stephanie Frühwirt / Johanna Schweda; 0:6 (54.) Patricia Van der Beesen / Sandra Kürten / Sabina Kürten; 0:7 (55.) Sandra Kürten / Sabina Kürten / Stephanie Frühwirt; 0:8 (56.) Sabine Kürten / Particia Van der Beesen / Stephanie Frühwirt

Strafen:          EHC Memmingen und TV Kornwestheim je 4 Min.

Zuschauer:     70

 

21.10.99  EHC Damen vor schwerer Aufgabe

Einen besonders schweren Gegner erwarten die Damen des EHC Memmingen in der Eishockey-Bundesliga in der Memminger Eissporthalle. Gegen den TV Kornwestheim dürften die Trauben für die Memmingerinnen fast unerreichbar hoch hängen. Spielbeginn ist am Samstagabend um 19.30 Uhr.

Eine Woche nach dem unerwarteten doppelten Punktgewinn beim Augsburger eV treffen die Eishockeydamen des EHC Memmingen vor heimischem Publikum auf den Aufsteiger TV Kornwestheim. Für die Schwaben hat die Saison zwar nicht gerade rosig begonnen, denn sie unterlagen in den beiden ersten Spielen zuhause gegen Geretsried (4:9) und Planegg (2:3). Doch bereits eine Woche später deklassierten sie die Damen des Augsburger eV mit 15:2(!). Vor allem die erste Reihe der Kornwestheimer mit den drei Kürten-Schwestern und Stephanie Frühwirt, allesamt Nationalspielerinnen, sowie die Neuzugänge Breitner und Sweda aus Königsbrunn ist so gut wie nicht aufzuhalten. Zwar fällt das Niveau der Gäste im zweiten Block stark ab, doch steht deren erste Formation in der Regel gut zwei Drittel der Spielzeit auf dem Eis. Für die Memmingerinnen wird es deshalb in erster Linie darum gehen, die Niederlage  in Grenzen zu halten. Erschwerend kommt für den EHC hinzu, dass neben dem nach wie vor erkrankten Trainer Günther Polansky und der verletzten Constanze Fischbach auch noch der Grippevirus Einzug in die Mannschaftskabine gefunden hat. So werden voraussichtlich mit Petra Neusser, Carolin Füchsl und Sandra Polansky gleich drei Spielerinnen aus dem ersten Block passen müssen. Keine leichte Aufgabe also für Co-Trainer Andy Schmid, gegen die starken Damen aus Baden-Württemberg eine Mannschaft auf die Beine zu stellen, die einigermaßen dagegenhalten kann.

 

16.10.99 Augsburger eV – EHC Damen 3:4 (1:1/0:0/2:3)

Augsburg bleibt ein gutes Pflaster für EHC Damen

Die Damenmannschaft des EHC Memmingen konnte am Samstagabend Ihren ersten Saisonsieg verbuchen. Sie gewannen in einem vor allem im Schlussabschnitt fast dramatischen Match überraschend beim favorisierten Augsburger eV mit 4:3 (1:1/0:0/3:2).

Dabei hatte es gar nicht gut begonnen für die EHC Mädels. Trainer Günther Polansky musste am Freitagabend ins Krankenhaus und Minuten vor der Abfahrt des Busses fiel auch noch Constanze Fischbach durch einen Verkehrsunfall aus. So begann das Spiel auch reichlich zerfahren, mit hoher Fehlerquote auf beiden Seiten. Memmingen hatte zwar mehr Tormöglichkeiten, aber der AEV ging in Überzahl durch Nadine Kirchner mit 1:0 in Führung. Doch der EHC konnte kontern: Manuela Scholz umspielte zwei Augsburger Verteidiger und glich zum 1:1 aus. Das Mitteldrittel verflachte zusehends und so richtig los legten beide Teams erst im Schlussabschnitt. Zunächst brachte Aniela Grünzig mit einem Schuss von der blauen Linie den EHC erstmals in Führung, doch nur eine Minute später stellte Alexandra Widmann den Ausgleich wieder her. Als Petra Neusser die Memmingerinnen dann in der 54. Minute mit einem Nachschuss wieder in Führung brachte, nahm der AEV eine Auszeit. Diese trug Früchte und die Gastgeber konnten kurz darauf ihrerseits ausgleichen. Nun nahm auch Memmingens Co-Trainer Andreas Schmid seine Auszeit, stellte von drei auf zwei Angriffszeihen um und es dauerte nur eine gute Minute, bis Petra Müller aus dem Gewühl vor dem Augsburger Tor heraus das 4:3 für die Maustädterinnen erzielten konnte. Jetzt wurde an allen Fronten gekämpft. Sogar die Fuggerstädter Zeitnehmer bemühten sich nach Kräften, die Spieluhr künstlich zu verlangsamen. Zwei Minuten vor Spielende spitze sich alles zu: die Augsburger Torhüterin verließ zugunsten einer sechsten Feldspielerin ihren Kasten um so den Ausgleich erzielen zu können. Als die Schiedsrichter 89 Sekunden vor Schluss dann auch noch einen durchaus korrekten Check von Sandra Polansky mit zwei Minuten ahndeten, mussten die EHC Mädels in 4 gegen 6 Unterzahl noch lange und bange Sekunden überstehen. Doch stand den Memmingerinnen das Glück zur Seite und sie konnten so einen nicht einkalkulierten doppelten Punktgewinn feiern. Den Puck, den EHC Torfrau Nina Maier mit der Schlusssirene aus der Luft gefischt hatte, brachten die Maustädterinnen am nächsten Tag stolz ihrem Coach Günther Polansky ins Krankenhaus. Mit diesem Sieg konnten die Memmingerinnen auch die rote Laterne des Tabellenschlusslichtes an die Damen des AEV abgeben.

 

Augsburger eV - EHC Memmingen 3:4 (1:1/0:0/2:3)

Tore:            1:0 (14. Min) Nadine Kirchner / Valesca Siebert / Olivia Erdner; 1:1 (18.) Manuela Scholz; 1:2 (50.) Aniela Grünzig; 2:2 (51.) Alexandra Widmann / Valesca Siebert; 2:3 (54.) Petra Neusser / Carla Manca / Carolin Füchsl;  3:3 (57.) Nadine Kirchner; 3:4 (57.) Petra Müller

Strafen:       Augsburger eV 0 Min. -  EHC Memmingen 4 Min.

Zuschauer:   30

14.10.99  EHC Damen reisen als Aussenseiter nach Augsburg

Beim schwäbischen Rivalen Augsburger müssen die Damen des EHC Memmingen am Samstag antreten. Obwohl die Fuggerstädter überraschend am vergangenen Wochenende in Esslingen nur ein 4:4 Unentschieden erreichten, gelten sie in diesem Derby als Favorit. Spielbeginn im Eisstadion Haunstetten ist um 17.30 Uhr.

Nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Spielen der Eishockeybundesliga wartet auf die Damenmannschaft des EHC Memmingen am Wochenende ein weiterer schwerer Brocken: die „Ice Cats“ des Augsburger eV. Gegen die Fuggerstädter gab es im letzten Jahr eine klare 0:7 Heimniederlage und einen fast sensationellen 4:2 Auswärtssieg, bei dem die Memmingerinnen eines ihrer besten Saisonspiele zeigten. Die Augsburgerinnen verstärkten sich in der laufenden Spielzeit nochmals, allen voran mit der - im Unterallgäu wohnenden - Andrea Weissbach vom TuS Geretsried, die lange Zeit auch vom EHC umworben war.

Ganz hart traf es die AEV Damen Ende September beim Turnier in Schwenningen. Dort zog sich deren einzige (!) Torhüterin Manuela Hirschbeck einen Bänderriss zu, und wird deshalb ihrer Mannschaft für einige Wochen fehlen. So hütet derzeit Feldspielerin Katharina Hof das Tor des AEV. Ob allerdings die EHC Damen aus diesem Handicap Kapital schlagen können, bleibt abzuwarten. Im Memminger Lager sind alle „Frauen“ an Bord und eigentlich können die Spielerinnen von Trainer Günther Polansky aus ihrer Außenseiterrolle heraus befreit aufspielen und so versuchen, den „Ice Cats“ vielleicht doch den ein oder andern Punkt zu entreißen.

 

09.10.99 EHC Damen – ESG Esslingen 4:6 (2:4/0:1/1:2)

EHC Damen verspielen leichtfertig Punktgewinn

Im zweiten Spiel der Bundesligasaison unterlagen die Eishockeydamen des EHC Memmingen der ESG Esslingen mit 4:6 (2:4/0:1/2:1). Ausschlaggebend für den unnötigen Punktverlust war ein schwaches Anfangsdrittel, das die Memmingerinnen trotz deutlicher Leistungssteigerung nicht mehr ausgleichen konnten.

Die Esslinger „Pesky Kids“ haben sich zu Saisonbeginn nochmals deutlich verstärkt. Aus der aufgelösten Stuttgarter Mannschaft stießen etliche Spielerinnen, wie die franz. Nationalverteidigerin Angela Lezziero und Stürmerin Isabella Bolties zum Team. Zusammen mit den bereits im Vorjahr abgeheuerten Mannheimerinnen Monika Spring und Corinna Pelant sowie Silke Augst aus Kaufbeuren ein recht zusam­mengewürfelte Truppe mit zahlreichen „Legionären“, die wieder an die Glanzzeiten der Neckarstädter anknüpfen soll.

Die Memmingerinnen begannen ordentlich und konnten durch Manuela Bischof nach fünf Minuten in Führung gehen, doch bereits der Ausgleichstreffer der Gäste noch in der selben Spielminute brachte Sand ins Getriebe der EHC Mädels. Fortan lief fast gar nichts mehr zusammen und vor dem Memminger Kasten spielten sich recht turbulente Szenen ab. Esslingen nutzte die Fahrlässigkeit der Gastgeber schonungslos aus und nach 17 Minuten hieß es bereits 1:4 für die Gäste. Alle drei Treffer waren Geschenke der Memmingerinnen, die in der Defensive einfach viel zu harmlos agierten und ihre Torfrau Nina Maier oftmals arg im Stich ließen. Ein kleiner Hoffnungsschimmer dann in der 19. Minute: Manuela Merath setzte sich allein gegen die gesamte Esslinger Reihe durch und überwand deren recht unsicher wirkende Torfrau zum 2:4 Anschlusstreffer. Ab dem zweiten Abschnitt zeigten sich die Allgäuerinnen deutlich verbessert, und be­stimmten zusehends das Spielgeschehen. Recht unglücklich und vorentscheidend der 2:5 Treffer der „Pesky Kids“ in diesem Drittel, der die wahren Spielanteile auf den Kopf stellte. Die EHC Damen konnten auch das letzte Drittel nach Treffern durch Aniela Grünzig und Manuela Bischof mit 2:1 für sich entscheiden, doch war der Rückstand aus den ersten zwanzig Minuten nicht mehr wettzumachen.

„Wir konnten uns gegenüber den letzten Spielen deutlich steigern, von den ersten 20 Minuten einmal abgesehen“ so Coach Günther Polansky nach der Niederlage. „In jedem Fall eine Leistung, auf der wir aufbauen können“. Trotz der Niederlage also kein Niedergeschlagenheit beim EHC sondern Zuversicht für die Zukunft.

 

EHC Memmingen – ESG Esslingen 4:6 (2:4/0:1/2:1)

Tore:          1:0 (6. Min) Manuela Bischof / Petra Müller / Constanze Fischbach; 1:1 (6.) Petra Schulz / Corinna Pelant; 1:2 (12.) Petra Schulz; 1:3 (16.) Isabella Boltjes / Monika Spring / Petra Schulz; 1:4 (17.) Diana Brucksch / Silke Augst; 2:4 (19.) Manuela Merath; 2:5 (38.) Diana Brucksch / Angela Lezziero; 3:5(47.) Manuela Bischof / Constanze Fischbach / Petra Müller; 3:6 (56.) Isabella Boltjes; 4:6 (57.) Aniela Grünzig / Carolin Füchsl / Petra Neusser

Strafen:      EHC Memmingen 12 Min.  – Esslingen 6 Min.

Zuschauer:  120

14.10.99  EHC Damen reisen als Aussenseiter nach Augsburg

EHC Damen treffen auf Ex-Meister

Im zweiten Saisonspiel der Eishockeybundesliga treffen die Damen des EHC Memmingen am kommenden Samstag in der Memminger Eissporthalle auf den fünffachen deutschen Meister aus Esslingen. Spielbeginn in der Eissporthalle am Hühnerberg ist um 16.45 Uhr.

Nach dem verkorksten Auftaktspiel gegen die Damen aus Planegg wollen die Memmingerinnen in Ihrem zweiten Heimspiel in Folge diesmal einiges besser machen. Bedingt durch die Länderspielpause am vergangenen Wochenende hatte EHC Trainer Günther Polansky zwei Wochen Zeit, seine Spielerinnen auf den nächsten Gegner einzustellen. Mit den Esslingern „Pesky Kids“ kommt der deutsche Rekordmeister in die Maustadt, doch liegen die guten Tage dieser Mannschaft schon zwei Jahre zurück. Mit dem Weggang der Kürten-Familie nach Kornwestheim in der Vorsaison war es aus mit der Glanzzeit der Württemberger. So konnten sie in der Spielzeit 98/99 nach dem letzten Platz in der Vorrunde nur mit massiver personeller Verstärkung zur Transferzeit im Dezember dem drohenden „Super-Gau“, sprich Abstieg in die Landesliga entrinnen. Überhaupt gelten die Esslinger als ein Vorreiter in der Verpflichtung von Legionären im Dameneishockey. Zuletzt waren für die Neckarstädter unter anderem vier Spielerinnen bis aus Mannheim und Kaufbeuren aktiv. Durch die Auflösung des Damenteams des EC Stuttgart konnten auch jetzt wieder einige talentierte Spielerinnen zu einem Wechsel nach Esslingen bewegt werden, wie zum Beispiel die französische Nationalverteidigerin Angela Luzziero. Doch die Pesky Kids haben ein Torhüterproblem. Mit Heidrun Sulz und Melanie Ulferts im Esslinger Gehäuse, stehen zwei engagierte Torfrauen parat, die aber nach dem Weggang von Nationalkeeperin Stephanie Kürten deren Position nur befriedigend ausfüllen können.

Wer nun tatsächlich am Samstag alles in Memmingen antritt, bleibt abzuwarten, denn Esslingen bestreitet das erste Punktspiel. Einziger Hinweis auf die aktuelle Leistungsstärke war der Thermencup in Königsbrunn vor 14 Tagen. Dort belegte Esslingen den vierten Platz von fünf Mannschaften. Gegen den amtierenden deutschen Meister Mannheim setzte es eine 2:14 Niederlage (in 40 Minuten Spielzeit) und sie konnten nur einen Sieg (4:1) gegen den Gastgeber und Bundesligabsteiger Königsbrunn verbuchen.

Für die Memminger Eishockey-Mädels in jedem Fall ein wichtiges Spiel, denn allzu viele Teams, gegen die man eine reelle Gewinnchance hat, gibt es in diesem Jahr nicht in der Bundesliga. Doch bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem letzten Spiel, um beide Punkte in Memmingen zu behalten.