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29.11.2001 - EHC Damen empfangen den deutschen Meister Mit dem TV
Kornwestheim kommt der amtierende deutsche Meister am Samstagabend um 19.30
Uhr in die Eissporthalle am Hühnerberg. Die „Lady Kodiaks“ sind nach fünf
Spieltagen mit 30:4 Toren verlustpunktfreier Tabellenführer in der Bundesliga
Süd. Gestützt auf Nationaltorhüterin Stefanie Wartosch-Kürten und eine
überragende Sabine Rückauer in der Verteidigung lebt der Angriff der
Kornwestheimer vor allem von Stefanie Frühwirt, die es bislang auf 11 Tore
brachte. Auf eine Spielerin dürfen sich die Zuschauer ganz besonders freuen:
die Schweizerin Kathrin Lehmann, die derzeit in München studiert. Das
21-jährige Multitalent, die sich selbst in einem Hörfunkinterview am
vergangenen Wochenende als „Hochleistungs-Amateur“ bezeichnete, ist
„hauptberuflich“ Fußball-Torhüterin bei den Damen des FC Bayern München.
Gleichzeitig spielt sie in den Nationalteams ihres Heimatlandes sowohl im
Eishockey als auch im Fussball. Sie hatte maßgeblichen Anteil am 7:2 Erfolg
des TV Kornwestheim über den SC Riessersee. Im Hinspiel
waren die EHC Mädels über weite Strecken ein gleichwertiger Gegner und bei
der 1:3 Niederlage gelang es, das Ergebnis recht ausgeglichen zu gestalten.
Allerdings ist seit drei Spielen Sand im Getriebe der Memmingerinnen. Von den guten Leistungen
zu Saisonbeginn ist die Mannschaft von Coach Günther Polansky derzeit ein
gutes Stück entfernt. Mit Derek Switzer bekamen die Memminger Mädels dazu in
dieser Woche prominente Unterstützung. Der für das EHC-Seniorenteam stürmende
Kanadier assistiert ab sofort als Co-Trainer und soll für einen frischen Wind
im Team sorgen. Ob es bereits gegen Kornwestheim hilft, bleibt abzuwarten.
Ziel der EHC Damen ist es jedenfalls, sich im letzten Heimspiel der Vorrunde
auf die beiden verbleibenden Partien gegen Esslingen und Planegg ordentlich
vorzubereiten. |
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25.11.2001 - Neue Torhüterin für den EHC Memmingen Memmingen/Wiesbaden – Ab 1. Dezember können die Damen
des EHC Memmingen wieder auf eine zweite Torhüterin zurückgreifen. Vom EV
Wiesbaden kommt Kirsten Lenhardt, die dort zuletzt beim Herren-Seniorenteam
in der Regionalliga Hessen zwischen den Pfosten stand. Lenhardt begann 1992
beim EV Darmstadt mit dem Eishockey zu und musste 1995 trotz „heftigster
Gegenwehr“, wie sie selbst sagt, als Torfrau aushelfen. Grund hierfür war,
dass sich die damalige Stammtorhüterin in den Mutterschaftsurlaub
verabschiedete. Dort machte sie sich so gut, dass sie bis heute immer noch im
Kasten steht. Zu Beginn dieser Saison wechselte sie nach Wiesbaden und
spielte bei den Herren in der Regionalliga. Ihr größter sportlicher Erfolg
war der Aufstieg mit den Darmstädter Damen in die 2. Liga und der
darauffolgende Klassenerhalt in dieser Liga. Aus beruflichen Gründen
verschlägt es Kirsten Lenhardt nun nach Süddeutschland und zu den Memminger
Mädels. |
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24.11.2001
- Michaela Lanzl besiegt EHC Damen im Alleingang Memmingen – „Michaela-Lanzl-Gala“ wäre ein angemessener
Name für die Partie der Memminger Damenmannschaft in der Eishockey-Bundesliga
gegen den SC Riessersee gewesen. Mit sieben Toren degradierte das
Ausnahmetalent im deutschen Dameneishockey beim 2:10 Auswärtserfolg der
Garmischer nicht nur die EHC Mädels phasenweise zu Statisten. Nach dem
plötzlichen Wechsel von Maritta Becker in dieser Woche in die Schweiz gab die
junge Stürmerin, die bislang im Germeringer Juniorenteam spielte, im Spiel gegen den EHC ihr
diesjähriges Debüt bei den Riesserseer Damen. Dabei hatte es aus Memminger Sicht gar nicht schlecht
begonnen. Nach rekordverdächtigen neun Sekunden erzielte Andrea Weißbach die
1:0 Führung für den EHC. Doch bereits der 1:1 Ausgleich durch Michaela Lanzl
drei Minuten später ließ ahnen, was auf die Memmingerinnen zukommen würde.
Petra Müllers zwischenzeitliches 2:1 hatte nur für kurze Zeit Gültigkeit, und
die Oberbayern lagen am Drittelende durch zwei Lanzl Treffer selbst mit
2:3 in Front. Bis zur Mitte des
Spiels konnten die EHC Mädels einigermaßen dagegenhalten, doch spätestens
nach dem Garmischer 2:4 in der 30. Minute ließ die Gegenwehr nach. Die nie
zurücksteckende Michaela Lanzl tanzte nun förmlich durch die Memminger
Reihen, ließ ein ums andere Mal die Gegnerinnen stehen und zirkelte mit
unglaublicher Genauigkeit und Kaltschnäuzigkeit die Scheibe in den Torwinkel.
Der Lohn ihrer Bemühungen: sieben Tore selbst erzielt und zwei weitere
vorbereitet. Selbst Nationalspielerinnen wie Oswald, Berndanner, Reindl,
Ritter & Co. verblassten neben dem Können dieser klasse Spielerin. Die zweite klare Niederlage gegen die Garmischer
innerhalb acht Tagen hat wiederum etliche Mängel bei den EHC Mädels
aufgezeigt. Läuferisch und technisch gibt es jede Menge Arbeit, aber auch die
Tatsache, dass sich die Mannschaft nach einem klaren Rückstand hängen lässt
und danach die einfachsten Dinge nicht mehr gelingen, muss verbessert werden.
Gegen den deutschen Meister TV Kornwestheim haben die Memmingerinnen bereits
am kommenden Wochenende dazu wieder Gelegenheit. EHC Memmingen - SC Riessersee 2:10 (2:3/0:3/0:4) Tore für Memmingen: Andrea Weißbach, Petra Müller Strafen: EHC
Memmingen 6 Min / SC Riessersee 6 Min. Zuschauer: 80 |
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20.11.2001 - SC Riessersee kommt zum Rückspiel
nach Memmingen Nachdem die EHC Damen am vergangenen Wochenende eine
klare 4:11 Niederlage gegen den SC Riessersee in Garmisch kassierten, kommt
es diesen Samstag um 16:45 bereits zum Rückspiel in der Memminger
Eissporthalle am Hühnerberg. Nach der phasenweise desolaten Leistung vom Hinspiel
müssen sich die Memmingerinnen wieder
neu auf ihre Stärken besinnen, die sie in den ersten Spielen so ausgezeichnet
haben. Ob das freilich ausreicht, um gegen die stark besetzten Oberbayern
einigermaßen mithalten zu können, erscheint fraglich. Ein Schlüssel in der
Partie wird sein, ob es gelingt, die Kreise der beiden stärksten Spielerinnen
der Garmischer, Maritta Becker und Christina Oswald, einzuengen. Nur ungern
erinnert man sich in Memmingen an das letzte Heimspiel gegen diesen Gegner,
der damals noch unter dem Namen TuS Geretsried antrat. In der Partie einen
Tag vor Weihnachten stand es nach 34 Minuten fast sensationell 4:4,
letztendlich unterlagen die EHC Mädels jedoch klar mit 4:13. Hauptursache
damals: eine katastrophale Schiedsrichterleistung. Memmingen verbüßte 32
Strafminuten, Geretsried hingegen nur sechs. Auch im Spiel vom letzten
Samstag hätte man bei einigen Entscheidungen leicht
den Eindruck gewinnen können, dass die „prominenten“ Aktiven im Garmischer Kader bei den
Unparteiischen einen kleinen Bonus haben.
Gleichartige Einsätze der Memminger Mädels wurden einige Male strenger
geahndet als auf der Gegenseite. Freilich hatte dies auf den Ausgang des
Spieles keinen entscheidenden Einfluss. Egal wie die Partie vom Resultat her
ausgehen wird, eine Leistungssteigerung der EHC Damen darf auf jeden Fall
erwartet werden. |
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17.11.2001 - EHC Damen gegen Riessersee
chancenlos Garmisch/Memmingen – Vollkommen chancenlos unterlagen
die Damen des EHC Memmingen am Samstagabend in der Bundesligapartie beim SC
Riessersee mit 4:11 (0:5/1:2/3:4). Vor allem im ersten Drittel spielten die
Memmingerinnen ausgesprochen schwach. Die Frage, ob sich die EHC Mädels vor den Stacheln der
„Moskitos“ des SC Riessersee schützen konnten war nach nicht einmal zwei
Spielminuten beantwortet. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gastgeber bereits
mit 2:0. Memmingen war davon vollkommen geschockt und fiel in beinahe schon
vergessene Schwächen zurück: kein Positionsspiel, kein Spiel nach vorne und
gravierende Fehler im Abwehrverhalten. Vor allem die beiden Schlüsselfiguren
im Team der Gastgeber Christina Oswald und Maritta Becker waren für die
Memmingerinnen nie zu halten. So lieferten die Allgäuerinnen ein
ausgesprochen erbärmliches erstes Drittel ab und waren mit dem 0:5 noch gut
bedient. Erst nach einer Standpauke in der Pause begannen die EHC Mädels,
sich zur Wehr zu setzen um eine Blamage zu vermeiden. So konnten sie die
beiden restlichen Drittel mit 1:2 und 3:4 wenigstens einigermaßen
ausgeglichen gestalten. Freilich hatten die Garmischer zu diesem Zeitpunkt schon einen Gang
zurückgeschaltet. Insgesamt sahen die Zuschauer im Garmischer Olympiaeisstadion
ein kollektiv schlechtes Spiel der Allgäuerinnen, bei dem die spielerischen
Elemente fast vollkommen fehlten. Nach den guten Leistungen in den ersten
vier Partien müssen die Memmingerinnen erkennen, dass es noch keinen Grund
zur Selbstzufriedenheit und zum Ausruhen gibt. Die Mannschaft muss jedes Mal
100 Prozent Einstellung und Leistung abrufen, um mithalten zu können. Die am
Samstag gezeigten 50 Prozent langen keinesfalls, nicht einmal gegen
schwächere Gegner. In den nächsten beiden Heimspielen gegen Riessersee und
Kornwestheim gilt es nun, genau daran zu arbeiten. SC Riessersee – EHC Memmingen 11:4 (5:0/2:1/4:3) Tore für Memmingen: Maike Piwonka, Manuela Scholz,
Andrea Weißbach, Carla Manca Strafen: SC
Riessersee 14 Min. / EHC Memmingen 18
Min. Zuschauer: 113 |
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14.11.2001 - Können sich die EHC
Damen vor den Stacheln der
„Moskitos“ aus Garmisch
schützen? Das nächste Auswärtsspiel bringt die Damen des EHC
Memmingen am Samstagnachmittag zum SC Riessersee, der bereits auf eine ausgesprochen
bewegte Saison zurückblicken kann. Nach dem Wechsel der kompletten
Damenmannschaft des TuS Geretsried nach Garmisch stolperten die
Verantwortlichen über die Verbandssatzung. Nach deren Statuten muss ein
neugegründeter Verein, was für die Neu-Garmischer eigentlich zutrifft, in der
untersten Spielklasse, d.h. in diesem Falle der Landesliga beginnen.
Vorübergehend wurde die Mannschaft komplett gesperrt – betroffen hiervon auch
die EHC Damen, denn das vereinbarte Vorbereitungsspiel fiel so ins Wasser.
Erst unmittelbar vor Saisonstart fällte ein Gericht ein mehr oder weniger
salomonisches Urteil. Die Damen des SC Riessersee dürfen demnach doch in der
Bundesliga spielen, aber keinerlei Titel gewinnen. Im Klartext bedeutet das,
dass Garmisch an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teilnehmen
dürfte, im Fall eines Sieges jedoch nicht deutscher Meister wäre. Alles klar,
oder? Brisanz gewinnt diese Regelung für den möglichen Tabellenvierten der
Liga, dem der Einzug in die Endrunde verwehrt bleibt. Sportlich werden die Oberbayern für die EHC Mädels ein
schwer verdaulicher Brocken werden. Dennoch freut sich EHC Kapitän Petra
Neußer auf das Spiel: „Bei den Garmischern steht das spielerische Element im
Mittelpunkt“. Im Vergleich zum Vorjahr, als den Memmingern ein sensationelles
2:2 Unentschieden - der erste Punktgewinn gegen diese Mannschaft überhaupt -
gelang, haben sich die „Moskitos“ nochmals verstärkt. Allen voran Maritta
Becker aus Mannheim, die schon beim All-Star-Game in Memmingen vor knapp zwei
Jahren mit ihrer gewaltigen Schusskraft beeindruckte. So stehen nicht weniger
als neun Aktive im Aufgebot, die zum Olympiakader des Nationalteams gehören.
Bei den bisherigen Resultaten wechselten Licht und Schatten: gegen den TV
Kornwestheim gab es eine fast peinliche 2:7 Niederlage, Königsbrunn wurde
zwei mal besiegt (4:2 und 2:1) und Planegg 6:2 bezwungen. Besondere Vorfreude
auch bei EHC Akteurin Andy Weißbach.
Als gebürtige Geretsriederin gibt es für sie ein Wiedersehen mit vielen ihrer
ehemaligen Kameradinnen. Nicht mit von der Partie sein wird voraussichtlich
die Ex-Memmingerin Nicole Moller, die eine Verletzung an der Wirbelsäule
außer Gefecht gesetzt hat. Im Memminger Team hat sich die gesundheitliche
Situation der Aktiven deutliche verbessert: Aniela Grünzig und Constanze
Fischbach stehen wieder zur Verfügung und die meisten Blessuren der
angeschlagenen Spielerinnen dürften bis zum Samstag ebenfalls wieder
auskuriert sein. |
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13.11.2001 - Neuer Modus für die Bundesliga im
Gespräch Ulm/Memmingen - Möglicherweise
soll die Eishockey Bundesliga der Damen in der kommenden Saison mit einem
neuen Spielmodus durchgeführt werden. Dies erfuhr Ute Gallbronner,
Sportredakteurin einer großen Ulmer Zeitung und selbst aktive Spielerin beim
EHC Memmingen, anlässlich der Pressekonferenz des 5-Nationen-Turniers der
Damen-Nationalmannschaft am vergangenen Sonntag von Bundestrainer Rainer
Nittel. Demnach gibt es Überlegungen, die Bundesliga im nächsten Jahr in
einer eingleisigen Liga mit acht Vereinen (je vier aus dem Norden und Süden)
zu spielen. Dies soll nach der Olympiade im Frühjahr festgelegt werden.
Kritisch äußerte sich der Mannschaftsführer des EHC Memmingen, Andreas
Fleischmann, zu diesem Vorstoß: „Da müssten ja in dieser Saison im Norden und
Süden je zwei Mannschaften zwangsweise absteigen. In den
Durchführungsbestimmungen ist darüber nichts zu finden.“ Seiner Meinung nach ist dies, von den
immensen Kosten einmal abgesehen, der vollkommen falsche Weg ist. „Viel
sinnvoller wäre es die Bundesligen aufzustocken, um mehr junge Mädchen an das
Niveau der 1.Liga heranzuführen. Eine solche Eliteliga würde, wenn überhaupt,
der Nationalmannschaft dienen, dem gesamten Dameneishockey jedoch mehr
Schaden zufügen“. Für ausreichend Zündstoff dürfte die Äußerung des Nationaltrainers
unter den Vereinen in jedem Fall sorgen. |
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10.11.2001 - Überflüssige 2:4 (0:1/1:1/1:2)
Heimniederlage für die EHC Damen gegen Königsbrunn Memmingen – Ausgesprochen unnötig war die 2:4
Heimniederlage der EHC Damenmannschaft in der Bundesliga Süd gegen die Tigers
aus Königsbrunn. Die Memmingerinnen konnten an diesem Abend nicht an die gute
Leistung der ersten vier Saisonspiele anknüpfen. Das Unheil bahnte sich für die Maustädterinnen schon
früh an. Bereits nach 59 Sekunden traf Valesca Siebert für die Gäste zum 0:1.
Beide Teams spielten nervös und ein richtiger Spielfluss kam während der
ganzen Partie kaum auf. Glück hatte die Königsbrunner Torfrau Manuela
Hirschbeck, als sie bei einem ihrer zahlreichen Ausflüge die Scheibe
vertändelte, die Memmingerinnen jedoch die Scheibe nicht im vollkommen leeren
Gästetor unterbrachten. Ein Eigentor – die Scheibe prallte nach einem Schuss
von einem Schläger einer Memmingerin unhaltbar ins eigene Netz brachte die
Gäste mit 0:2 in Front. Gleichzeitig nahmen die Ruppigkeiten der Gäste immer
mehr zu. Teilweise hatte man bei einigen dieser Attacken den Eindruck, dass
die Königsbrunner eine Verletzung des Gegenspielers billigend in Kauf nahmen.
Kurz vor Ende des zweiten Drittels gelang Andy Weißbach der 1:2 Anschlusstreffer.
Hoffnung keimte auf im Memminger Lager. Es folgte die beste Phase der
Gastgeber, gestützt von vielen Strafzeiten der Königsbrunner. Mit dem 2:2
Ausgleich durch Maike Piwonka in der 43. Minute schien das Spiel zu kippen.
Doch die Memmingerinnen konnten die zahlreichen Überzahlsituationen nicht
ausnutzen oder scheiterten an der Königsbrunner Torfrau. Als sie eine
kritische Situation im eigenen Drittel nicht energisch genug bereinigten,
nutzen die „Tigers“ ihre Chance und gingen ihrerseits in der 52. Minute mit
2:3 in Führung. Den negativen Höhepunkt in der Partie setzte schließlich der
Königsbrunner Trainer, Pavel Vit. Zunächst bekam er wegen Unsportlichkeit
eine Spieldauerdisziplinarstrafe und musste den Rest der Partie von der
Tribüne aus verfolge. Als besonders geschmacklose Entgleisung kann man nur
bezeichnen, dass er anschließend eine Verletzung der EHC Spielerin Andrea
Weißbach von der Tribüne aus mit Beifall und Gelächter bedachte. Das Tor zum
2:4 Endstand in der letzten Spielminute geriet unter diesen unschönen
Umständen schon fast zur Nebensache. Auch die Ausfälle einiger Leistungsträger können nicht
als Entschuldigung geltend gemacht werden, denn mit einer nur annähernd so
konzentrierten Einstellung wie in der Vorwoche gegen Kornwestheim wären die
keineswegs überzeugenden Königsbrunner nie und nimmer als Sieger vom Eis
gegangen. So verpassten die EHC Mädels es wieder ein Mal, mehr aus ihrem
Potential zu machen. |
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8.11.2001 - EHC Damen müssen ersatzgeschwächt
gegen Königsbrunn antreten Memmingen - Erneut eine schwere Aufgabe steht den EHC
Damen am Samstagabend in der Bundesliga-Partie gegen die DEC Königsbrunn
bevor. Die „Tigers“ dürfen sich keinen Ausrutscher gegen Memmingen erlauben,
um im Kampf um Platz drei gegenüber Hauptkonkurrent Planegg nicht ins
Hintertreffen zu geraten. Die
Memmingerinnen dagegen plagen ganz andere Sorgen: sie müssen auf
etliche Leistungsträger verzichten, die verletzt bzw. angeschlagen sind.
Aniela Grünzig und Constanze Fischbach liegen mit einer fiebrigen Erkältung
im Bett. Neben der Langzeitverletzten Ute Gallbronner fehlen voraussichtlich
auch Maike Piwonka (Ellenbogen) und Carla Manca (Knie) aus der
Stammformation, so dass Coach Günther Polansky nur mit Mühe eine spielfähige
Mannschaft zusammenbringen wird. Dies ist für die EHC Mädels besonders
schade, da es sportlich derzeit ausgesprochen gut läuft, auch wenn man mit
2:6 Punkten nur Tabellenfünfter ist. Bei etwas mehr Glück hätten durchaus
auch 6:2 Punkte und Platz zwei sein können. Beim Hinspiel unterlagen die
Memmingerinnen in Königsbrunn mit 2:5, doch in einem Spiel zweier
gleichwertiger Mannschaften fiel die endgültige Entscheidung erst zwei
Minuten vor Schluß mit einem „empty-net-goal“ der „Tigers“. Anspiel in der
Memminger Eissporthalle am Hühnerberg ist am Samstag um 19.30 Uhr. |
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Kornwestheim/Memmingen
- Mehr als achtbar zogen sich die Damen des EHC Memmingen beim Top-Favoriten
Kornwestheim aus der Affäre. Sie waren über weite Strecken ebenbürtig und
hätten mit etwas mehr Glück und Kaltschnäuzigkeit vor des Gegners Tor auch
einen Punkt ergattern können. Nachdem der amtierende
Meister Kornwestheim die anderen Ligakonkurrenten teilweise vorgeführt hatte
(u.a. 9:0 gegen Planegg und 7:2 gegen Riessersee) war das eigentliche Ziel
der Memmingerinnen, sich möglichst gut aus der Affäre zu ziehen. Und dieses
Ziel haben sie mehr als erfüllt. Über sechzig Spielminuten lieferten die
Allgäuerinnen einen bravourösen Kampf und überraschten die mit
Nationalspielerinnen „gespickten“ Gastgeber durch schnelles
Kombinationsspiel. Die 1:0 Führung der „Lady Kodiaks“ resultierte aus der
einzigen Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns, die einen harmlosen
Zweikampf von EHC Verteidigerin Manuela Merath mit einer 2-Minuten Strafe
ahndeten. Dieses Powerplay nutze Sandra Kürten zur Kornwestheimer Führung.
Danach die beste Memminger Phase. Leider konnten wie so oft die erarbeiteten
Chancen nicht in Tore umgesetzt werden. Eine kalte Dusche folgte 17 Sekunden
nach dem Wiederanpfiff des zweiten Drittels. Die EHC Mädels waren
offensichtlich nach der Pause noch nicht ganz wach und die stärkste Stürmerin
der Gastgeber, Stefanie Frühwirt erhöhte auf 2:0. Die Maustädterinnen ließen
sich davon jedoch nicht beirren. Die größte Möglichkeit zum Anschlusstreffer im Mitteldrittel war
ein Pfostentreffer von Constanze Fischbach. Die Vorentscheidung zu Gunsten
der Kornwestheimer dann in der 51. Spielminute. Sandra Kürten nutzte ein
Abstimmungsproblem beim Memminger Wechsel, schnappte sich die Scheibe und
verlud die großartig spielende Petra Merath im Memminger Kasten zum 3:0. Noch
einmal keimte kurz Hoffnung auf, als Andrea Weißbach nach einem Traumpass von
Aniela Grünzig den 3:1 Anschlusstreffer erzielen konnte. Doch ließen die
routinierten Gastgeber kein weiteres Tor mehr zu. „Sicherlich ist es
einfacher, sich mit fertigen Spitzenspielerinnen aus ganz Deutschland eine
gute Mannschaft zusammenzubauen, doch als Trainer hätte ich an so etwas keinen
Spaß“ antwortete EHC Coach Günther Polansky auf die Frage nach den
wesentlichen Unterschieden der beiden Teams. Es ist in erster Linie sein
Erfolg, was er nach fast fünf Jahren Arbeit mit einer Mannschaft von beinahe lauter „Nobodys“ erreicht hat. Vom einem Klassenunterschied
war jedenfalls nichts zu sehen. „Wir sind ein richtiges Team, was uns stark
macht ist die Mannschaft, nicht einzelne Spielerinnen. Und ich bin richtig
stolz auf sie“ so Memmingens Trainer. Auch ein Kornwestheimer Zuschauer spendete
nach dem Match offen Lob für die Leistung der EHC Mädels: „Ihr wart das beste
Team, das bislang hier gespielt hat“. Einziger Wermutstropfen an diesem Abend
die äußeren Umstände in der Kornwestheimer Eishalle: defekte Eismaschine,
defekte Spieluhr, äußerst mangelhafte sanitäre Anlagen und nicht einmal
warmes Wasser zum duschen. Insgesamt jedenfalls bundesliga-untauglich. Tore: 1:0 (8. Min)
Sandra Kürten / Susanne Fellner / Sabine Rückauer; 2:0 (21.) Stefanie
Frühwirt / Nina Ziegenhals; 3:0 (51.) Sandra Kürten / Nina Ziegenhals / Lena
Gratzl; 3:1 (54.) Andrea Weißbach / Aniela Grünzig Strafen: TV
Kornwestheim 0 Min / EHC Memmingen 4
Min. Zuschauer: 49 |