Presseberichte November 2001

 

29.11.2001 - EHC Damen empfangen den deutschen Meister

Mit dem TV Kornwestheim kommt der amtierende deutsche Meister am Samstagabend um 19.30 Uhr in die Eissporthalle am Hühnerberg. Die „Lady Kodiaks“ sind nach fünf Spieltagen mit 30:4 Toren verlustpunktfreier Tabellenführer in der Bundesliga Süd. Gestützt auf Nationaltorhüterin Stefanie Wartosch-Kürten und eine überragende Sabine Rückauer in der Verteidigung lebt der Angriff der Kornwestheimer vor allem von Stefanie Frühwirt, die es bislang auf 11 Tore brachte. Auf eine Spielerin dürfen sich die Zuschauer ganz besonders freuen: die Schweizerin Kathrin Lehmann, die derzeit in München studiert. Das 21-jährige Multitalent, die sich selbst in einem Hörfunkinterview am vergangenen Wochenende als „Hochleistungs-Amateur“ bezeichnete, ist „hauptberuflich“ Fußball-Torhüterin bei den Damen des FC Bayern München. Gleichzeitig spielt sie in den Nationalteams ihres Heimatlandes sowohl im Eishockey als auch im Fussball. Sie hatte maßgeblichen Anteil am 7:2 Erfolg des TV Kornwestheim über den SC Riessersee.

Im Hinspiel waren die EHC Mädels über weite Strecken ein gleichwertiger Gegner und bei der 1:3 Niederlage gelang es, das Ergebnis recht ausgeglichen zu gestalten. Allerdings ist seit drei Spielen Sand im Getriebe der  Memmingerinnen. Von den guten Leistungen zu Saisonbeginn ist die Mannschaft von Coach Günther Polansky derzeit ein gutes Stück entfernt. Mit Derek Switzer bekamen die Memminger Mädels dazu in dieser Woche prominente Unterstützung. Der für das EHC-Seniorenteam stürmende Kanadier assistiert ab sofort als Co-Trainer und soll für einen frischen Wind im Team sorgen. Ob es bereits gegen Kornwestheim hilft, bleibt abzuwarten. Ziel der EHC Damen ist es jedenfalls, sich im letzten Heimspiel der Vorrunde auf die beiden verbleibenden Partien gegen Esslingen und Planegg ordentlich vorzubereiten.

 

 

25.11.2001 - Neue Torhüterin für  den EHC Memmingen

Memmingen/Wiesbaden – Ab 1. Dezember können die Damen des EHC Memmingen wieder auf eine zweite Torhüterin zurückgreifen. Vom EV Wiesbaden kommt Kirsten Lenhardt, die dort zuletzt beim Herren-Seniorenteam in der Regionalliga Hessen zwischen den Pfosten stand. Lenhardt begann 1992 beim EV Darmstadt mit dem Eishockey zu und musste 1995 trotz „heftigster Gegenwehr“, wie sie selbst sagt, als Torfrau aushelfen. Grund hierfür war, dass sich die damalige Stammtorhüterin in den Mutterschaftsurlaub verabschiedete. Dort machte sie sich so gut, dass sie bis heute immer noch im Kasten steht. Zu Beginn dieser Saison wechselte sie nach Wiesbaden und spielte bei den Herren in der Regionalliga. Ihr größter sportlicher Erfolg war der Aufstieg mit den Darmstädter Damen in die 2. Liga und der darauffolgende Klassenerhalt in dieser Liga. Aus beruflichen Gründen verschlägt es Kirsten Lenhardt nun nach Süddeutschland und zu den Memminger Mädels.

 

 

24.11.2001 - Michaela Lanzl besiegt EHC Damen im Alleingang

Memmingen – „Michaela-Lanzl-Gala“ wäre ein angemessener Name für die Partie der Memminger Damenmannschaft in der Eishockey-Bundesliga gegen den SC Riessersee gewesen. Mit sieben Toren degradierte das Ausnahmetalent im deutschen Dameneishockey beim 2:10 Auswärtserfolg der Garmischer nicht nur die EHC Mädels phasenweise zu Statisten. Nach dem plötzlichen Wechsel von Maritta Becker in dieser Woche in die Schweiz gab die junge Stürmerin, die bislang im Germeringer Juniorenteam  spielte, im Spiel gegen den EHC ihr diesjähriges Debüt bei den Riesserseer Damen.

Dabei hatte es aus Memminger Sicht gar nicht schlecht begonnen. Nach rekordverdächtigen neun Sekunden erzielte Andrea Weißbach die 1:0 Führung für den EHC. Doch bereits der 1:1 Ausgleich durch Michaela Lanzl drei Minuten später ließ ahnen, was auf die Memmingerinnen zukommen würde. Petra Müllers zwischenzeitliches 2:1 hatte nur für kurze Zeit Gültigkeit, und die Oberbayern lagen am Drittelende durch zwei Lanzl Treffer selbst mit 2:3  in Front. Bis zur Mitte des Spiels konnten die EHC Mädels einigermaßen dagegenhalten, doch spätestens nach dem Garmischer 2:4 in der 30. Minute ließ die Gegenwehr nach. Die nie zurücksteckende Michaela Lanzl tanzte nun förmlich durch die Memminger Reihen, ließ ein ums andere Mal die Gegnerinnen stehen und zirkelte mit unglaublicher Genauigkeit und Kaltschnäuzigkeit die Scheibe in den Torwinkel. Der Lohn ihrer Bemühungen: sieben Tore selbst erzielt und zwei weitere vorbereitet. Selbst Nationalspielerinnen wie Oswald, Berndanner, Reindl, Ritter & Co. verblassten neben dem Können dieser klasse Spielerin.

Die zweite klare Niederlage gegen die Garmischer innerhalb acht Tagen hat wiederum etliche Mängel bei den EHC Mädels aufgezeigt. Läuferisch und technisch gibt es jede Menge Arbeit, aber auch die Tatsache, dass sich die Mannschaft nach einem klaren Rückstand hängen lässt und danach die einfachsten Dinge nicht mehr gelingen, muss verbessert werden. Gegen den deutschen Meister TV Kornwestheim haben die Memmingerinnen bereits am kommenden Wochenende dazu wieder Gelegenheit.

 

EHC Memmingen - SC Riessersee  2:10 (2:3/0:3/0:4)

Tore für Memmingen: Andrea Weißbach, Petra Müller

Strafen:  EHC Memmingen 6 Min / SC Riessersee 6 Min.

Zuschauer: 80

 

20.11.2001 - SC Riessersee kommt zum Rückspiel nach Memmingen

Nachdem die EHC Damen am vergangenen Wochenende eine klare 4:11 Niederlage gegen den SC Riessersee in Garmisch kassierten, kommt es diesen Samstag um 16:45 bereits zum Rückspiel in der Memminger Eissporthalle am Hühnerberg.

Nach der phasenweise desolaten Leistung vom Hinspiel müssen sich die  Memmingerinnen wieder neu auf ihre Stärken besinnen, die sie in den ersten Spielen so ausgezeichnet haben. Ob das freilich ausreicht, um gegen die stark besetzten Oberbayern einigermaßen mithalten zu können, erscheint fraglich. Ein Schlüssel in der Partie wird sein, ob es gelingt, die Kreise der beiden stärksten Spielerinnen der Garmischer, Maritta Becker und Christina Oswald, einzuengen. Nur ungern erinnert man sich in Memmingen an das letzte Heimspiel gegen diesen Gegner, der damals noch unter dem Namen TuS Geretsried antrat. In der Partie einen Tag vor Weihnachten stand es nach 34 Minuten fast sensationell 4:4, letztendlich unterlagen die EHC Mädels jedoch klar mit 4:13. Hauptursache damals: eine katastrophale Schiedsrichterleistung. Memmingen verbüßte 32 Strafminuten, Geretsried hingegen nur sechs. Auch im Spiel vom letzten Samstag hätte man bei einigen Entscheidungen leicht den Eindruck gewinnen können, dass die „prominenten“ Aktiven im Garmischer Kader bei den Unparteiischen einen kleinen Bonus haben.  Gleichartige Einsätze der Memminger Mädels wurden einige Male strenger geahndet als auf der Gegenseite. Freilich hatte dies auf den Ausgang des Spieles keinen entscheidenden Einfluss. Egal wie die Partie vom Resultat her ausgehen wird, eine Leistungssteigerung der EHC Damen darf auf jeden Fall erwartet werden.

 

 

17.11.2001 - EHC Damen gegen Riessersee chancenlos

Garmisch/Memmingen – Vollkommen chancenlos unterlagen die Damen des EHC Memmingen am Samstagabend in der Bundesligapartie beim SC Riessersee mit 4:11 (0:5/1:2/3:4). Vor allem im ersten Drittel spielten die Memmingerinnen ausgesprochen schwach.

Die Frage, ob sich die EHC Mädels vor den Stacheln der „Moskitos“ des SC Riessersee schützen konnten war nach nicht einmal zwei Spielminuten beantwortet. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gastgeber bereits mit 2:0. Memmingen war davon vollkommen geschockt und fiel in beinahe schon vergessene Schwächen zurück: kein Positionsspiel, kein Spiel nach vorne und gravierende Fehler im Abwehrverhalten. Vor allem die beiden Schlüsselfiguren im Team der Gastgeber Christina Oswald und Maritta Becker waren für die Memmingerinnen nie zu halten. So lieferten die Allgäuerinnen ein ausgesprochen erbärmliches erstes Drittel ab und waren mit dem 0:5 noch gut bedient. Erst nach einer Standpauke in der Pause begannen die EHC Mädels, sich zur Wehr zu setzen um eine Blamage zu vermeiden. So konnten sie die beiden restlichen Drittel mit 1:2 und 3:4 wenigstens einigermaßen ausgeglichen gestalten. Freilich hatten die Garmischer  zu diesem Zeitpunkt schon einen Gang zurückgeschaltet.

Insgesamt sahen die Zuschauer im Garmischer Olympiaeisstadion ein kollektiv schlechtes Spiel der Allgäuerinnen, bei dem die spielerischen Elemente fast vollkommen fehlten. Nach den guten Leistungen in den ersten vier Partien müssen die Memmingerinnen erkennen, dass es noch keinen Grund zur Selbstzufriedenheit und zum Ausruhen gibt. Die Mannschaft muss jedes Mal 100 Prozent Einstellung und Leistung abrufen, um mithalten zu können. Die am Samstag gezeigten 50 Prozent langen keinesfalls, nicht einmal gegen schwächere Gegner. In den nächsten beiden Heimspielen gegen Riessersee und Kornwestheim gilt es nun, genau daran zu arbeiten. 

 

SC Riessersee – EHC Memmingen 11:4 (5:0/2:1/4:3)

Tore für Memmingen: Maike Piwonka, Manuela Scholz, Andrea Weißbach, Carla Manca

Strafen:  SC Riessersee 14 Min. /  EHC Memmingen 18 Min.

Zuschauer: 113

 

 

14.11.2001 - Können sich die EHC Damen vor den Stacheln der  „Moskitos“  aus Garmisch schützen?

Das nächste Auswärtsspiel bringt die Damen des EHC Memmingen am Samstagnachmittag zum SC Riessersee, der bereits auf eine ausgesprochen bewegte Saison zurückblicken kann. Nach dem Wechsel der kompletten Damenmannschaft des TuS Geretsried nach Garmisch stolperten die Verantwortlichen über die Verbandssatzung. Nach deren Statuten muss ein neugegründeter Verein, was für die Neu-Garmischer eigentlich zutrifft, in der untersten Spielklasse, d.h. in diesem Falle der Landesliga beginnen. Vorübergehend wurde die Mannschaft komplett gesperrt – betroffen hiervon auch die EHC Damen, denn das vereinbarte Vorbereitungsspiel fiel so ins Wasser. Erst unmittelbar vor Saisonstart fällte ein Gericht ein mehr oder weniger salomonisches Urteil. Die Damen des SC Riessersee dürfen demnach doch in der Bundesliga spielen, aber keinerlei Titel gewinnen. Im Klartext bedeutet das, dass Garmisch an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teilnehmen dürfte, im Fall eines Sieges jedoch nicht deutscher Meister wäre. Alles klar, oder? Brisanz gewinnt diese Regelung für den möglichen Tabellenvierten der Liga, dem der Einzug in die Endrunde verwehrt bleibt.

Sportlich werden die Oberbayern für die EHC Mädels ein schwer verdaulicher Brocken werden. Dennoch freut sich EHC Kapitän Petra Neußer auf das Spiel: „Bei den Garmischern steht das spielerische Element im Mittelpunkt“. Im Vergleich zum Vorjahr, als den Memmingern ein sensationelles 2:2 Unentschieden - der erste Punktgewinn gegen diese Mannschaft überhaupt - gelang, haben sich die „Moskitos“ nochmals verstärkt. Allen voran Maritta Becker aus Mannheim, die schon beim All-Star-Game in Memmingen vor knapp zwei Jahren mit ihrer gewaltigen Schusskraft beeindruckte. So stehen nicht weniger als neun Aktive im Aufgebot, die zum Olympiakader des Nationalteams gehören. Bei den bisherigen Resultaten wechselten Licht und Schatten: gegen den TV Kornwestheim gab es eine fast peinliche 2:7 Niederlage, Königsbrunn wurde zwei mal besiegt (4:2 und 2:1) und Planegg 6:2 bezwungen. Besondere Vorfreude auch bei  EHC Akteurin Andy Weißbach. Als gebürtige Geretsriederin gibt es für sie ein Wiedersehen mit vielen ihrer ehemaligen Kameradinnen. Nicht mit von der Partie sein wird voraussichtlich die Ex-Memmingerin Nicole Moller, die eine Verletzung an der Wirbelsäule außer Gefecht gesetzt hat. Im Memminger Team hat sich die gesundheitliche Situation der Aktiven deutliche verbessert: Aniela Grünzig und Constanze Fischbach stehen wieder zur Verfügung und die meisten Blessuren der angeschlagenen Spielerinnen dürften bis zum Samstag ebenfalls wieder auskuriert sein.

 

13.11.2001 - Neuer Modus für die Bundesliga im Gespräch

Ulm/Memmingen - Möglicherweise soll die Eishockey Bundesliga der Damen in der kommenden Saison mit einem neuen Spielmodus durchgeführt werden. Dies erfuhr Ute Gallbronner, Sportredakteurin einer großen Ulmer Zeitung und selbst aktive Spielerin beim EHC Memmingen, anlässlich der Pressekonferenz des 5-Nationen-Turniers der Damen-Nationalmannschaft am vergangenen Sonntag von Bundestrainer Rainer Nittel. Demnach gibt es Überlegungen, die Bundesliga im nächsten Jahr in einer eingleisigen Liga mit acht Vereinen (je vier aus dem Norden und Süden) zu spielen. Dies soll nach der Olympiade im Frühjahr festgelegt werden. Kritisch äußerte sich der Mannschaftsführer des EHC Memmingen, Andreas Fleischmann, zu diesem Vorstoß: „Da müssten ja in dieser Saison im Norden und Süden je zwei Mannschaften zwangsweise absteigen. In den Durchführungsbestimmungen ist darüber nichts zu finden.“  Seiner Meinung nach ist dies, von den immensen Kosten einmal abgesehen, der vollkommen falsche Weg ist. „Viel sinnvoller wäre es die Bundesligen aufzustocken, um mehr junge Mädchen an das Niveau der 1.Liga heranzuführen. Eine solche Eliteliga würde, wenn überhaupt, der Nationalmannschaft dienen, dem gesamten Dameneishockey jedoch mehr Schaden zufügen“.  Für ausreichend Zündstoff  dürfte die Äußerung des Nationaltrainers unter den Vereinen in jedem Fall sorgen.

 

 

10.11.2001 - Überflüssige 2:4 (0:1/1:1/1:2) Heimniederlage für die EHC Damen gegen Königsbrunn

Memmingen – Ausgesprochen unnötig war die 2:4 Heimniederlage der EHC Damenmannschaft in der Bundesliga Süd gegen die Tigers aus Königsbrunn. Die Memmingerinnen konnten an diesem Abend nicht an die gute Leistung der ersten vier Saisonspiele anknüpfen.

Das Unheil bahnte sich für die Maustädterinnen schon früh an. Bereits nach 59 Sekunden traf Valesca Siebert für die Gäste zum 0:1. Beide Teams spielten nervös und ein richtiger Spielfluss kam während der ganzen Partie kaum auf. Glück hatte die Königsbrunner Torfrau Manuela Hirschbeck, als sie bei einem ihrer zahlreichen Ausflüge die Scheibe vertändelte, die Memmingerinnen jedoch die Scheibe nicht im vollkommen leeren Gästetor unterbrachten. Ein Eigentor – die Scheibe prallte nach einem Schuss von einem Schläger einer Memmingerin unhaltbar ins eigene Netz brachte die Gäste mit 0:2 in Front. Gleichzeitig nahmen die Ruppigkeiten der Gäste immer mehr zu. Teilweise hatte man bei einigen dieser Attacken den Eindruck, dass die Königsbrunner eine Verletzung des Gegenspielers billigend in Kauf nahmen. Kurz vor Ende des zweiten Drittels gelang Andy Weißbach der 1:2 Anschlusstreffer. Hoffnung keimte auf im Memminger Lager. Es folgte die beste Phase der Gastgeber, gestützt von vielen Strafzeiten der Königsbrunner. Mit dem 2:2 Ausgleich durch Maike Piwonka in der 43. Minute schien das Spiel zu kippen. Doch die Memmingerinnen konnten die zahlreichen Überzahlsituationen nicht ausnutzen oder scheiterten an der Königsbrunner Torfrau. Als sie eine kritische Situation im eigenen Drittel nicht energisch genug bereinigten, nutzen die „Tigers“ ihre Chance und gingen ihrerseits in der 52. Minute mit 2:3 in Führung. Den negativen Höhepunkt in der Partie setzte schließlich der Königsbrunner Trainer, Pavel Vit. Zunächst bekam er wegen Unsportlichkeit eine Spieldauerdisziplinarstrafe und musste den Rest der Partie von der Tribüne aus verfolge. Als besonders geschmacklose Entgleisung kann man nur bezeichnen, dass er anschließend eine Verletzung der EHC Spielerin Andrea Weißbach von der Tribüne aus mit Beifall und Gelächter bedachte. Das Tor zum 2:4 Endstand in der letzten Spielminute geriet unter diesen unschönen Umständen schon fast zur Nebensache.

Auch die Ausfälle einiger Leistungsträger können nicht als Entschuldigung geltend gemacht werden, denn mit einer nur annähernd so konzentrierten Einstellung wie in der Vorwoche gegen Kornwestheim wären die keineswegs überzeugenden Königsbrunner nie und nimmer als Sieger vom Eis gegangen. So verpassten die EHC Mädels es wieder ein Mal, mehr aus ihrem Potential zu machen.

 

 

8.11.2001 - EHC Damen müssen ersatzgeschwächt gegen Königsbrunn antreten

Memmingen - Erneut eine schwere Aufgabe steht den EHC Damen am Samstagabend in der Bundesliga-Partie gegen die DEC Königsbrunn bevor. Die „Tigers“ dürfen sich keinen Ausrutscher gegen Memmingen erlauben, um im Kampf um Platz drei gegenüber Hauptkonkurrent Planegg nicht ins Hintertreffen zu geraten. Die  Memmingerinnen dagegen plagen ganz andere Sorgen: sie müssen auf etliche Leistungsträger verzichten, die verletzt bzw. angeschlagen sind. Aniela Grünzig und Constanze Fischbach liegen mit einer fiebrigen Erkältung im Bett. Neben der Langzeitverletzten Ute Gallbronner fehlen voraussichtlich auch Maike Piwonka (Ellenbogen) und Carla Manca (Knie) aus der Stammformation, so dass Coach Günther Polansky nur mit Mühe eine spielfähige Mannschaft zusammenbringen wird. Dies ist für die EHC Mädels besonders schade, da es sportlich derzeit ausgesprochen gut läuft, auch wenn man mit 2:6 Punkten nur Tabellenfünfter ist. Bei etwas mehr Glück hätten durchaus auch 6:2 Punkte und Platz zwei sein können. Beim Hinspiel unterlagen die Memmingerinnen in Königsbrunn mit 2:5, doch in einem Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften fiel die endgültige Entscheidung erst zwei Minuten vor Schluß mit einem „empty-net-goal“ der „Tigers“. Anspiel in der Memminger Eissporthalle am Hühnerberg ist am Samstag um 19.30 Uhr.

 

3.11.2001 - EHC Damen verpassen Sensation beim deutschen Meister - Knappe 1:3 (0:1/0:1/1:1) Niederlage

 

Kornwestheim/Memmingen - Mehr als achtbar zogen sich die Damen des EHC Memmingen beim Top-Favoriten Kornwestheim aus der Affäre. Sie waren über weite Strecken ebenbürtig und hätten mit etwas mehr Glück und Kaltschnäuzigkeit vor des Gegners Tor auch einen Punkt ergattern können.

 

Nachdem der amtierende Meister Kornwestheim die anderen Ligakonkurrenten teilweise vorgeführt hatte (u.a. 9:0 gegen Planegg und 7:2 gegen Riessersee) war das eigentliche Ziel der Memmingerinnen, sich möglichst gut aus der Affäre zu ziehen. Und dieses Ziel haben sie mehr als erfüllt. Über sechzig Spielminuten lieferten die Allgäuerinnen einen bravourösen Kampf und überraschten die mit Nationalspielerinnen „gespickten“ Gastgeber durch schnelles Kombinationsspiel. Die 1:0 Führung der „Lady Kodiaks“ resultierte aus der einzigen Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns, die einen harmlosen Zweikampf von EHC Verteidigerin Manuela Merath mit einer 2-Minuten Strafe ahndeten. Dieses Powerplay nutze Sandra Kürten zur Kornwestheimer Führung. Danach die beste Memminger Phase. Leider konnten wie so oft die erarbeiteten Chancen nicht in Tore umgesetzt werden. Eine kalte Dusche folgte 17 Sekunden nach dem Wiederanpfiff des zweiten Drittels. Die EHC Mädels waren offensichtlich nach der Pause noch nicht ganz wach und die stärkste Stürmerin der Gastgeber, Stefanie Frühwirt erhöhte auf 2:0. Die Maustädterinnen ließen sich davon jedoch nicht beirren. Die größte Möglichkeit  zum Anschlusstreffer im Mitteldrittel war ein Pfostentreffer von Constanze Fischbach. Die Vorentscheidung zu Gunsten der Kornwestheimer dann in der 51. Spielminute. Sandra Kürten nutzte ein Abstimmungsproblem beim Memminger Wechsel, schnappte sich die Scheibe und verlud die großartig spielende Petra Merath im Memminger Kasten zum 3:0. Noch einmal keimte kurz Hoffnung auf, als Andrea Weißbach nach einem Traumpass von Aniela Grünzig den 3:1 Anschlusstreffer erzielen konnte. Doch ließen die routinierten Gastgeber kein weiteres Tor mehr zu.

 

„Sicherlich ist es einfacher, sich mit fertigen Spitzenspielerinnen aus ganz Deutschland eine gute Mannschaft zusammenzubauen, doch als Trainer hätte ich an so etwas keinen Spaß“ antwortete EHC Coach Günther Polansky auf die Frage nach den wesentlichen Unterschieden der beiden Teams. Es ist in erster Linie sein Erfolg, was er nach fast fünf Jahren Arbeit mit einer Mannschaft  von beinahe lauter „Nobodys“  erreicht hat. Vom einem Klassenunterschied war jedenfalls nichts zu sehen. „Wir sind ein richtiges Team, was uns stark macht ist die Mannschaft, nicht einzelne Spielerinnen. Und ich bin richtig stolz auf sie“ so Memmingens Trainer. Auch ein Kornwestheimer Zuschauer spendete nach dem Match offen Lob für die Leistung der EHC Mädels: „Ihr wart das beste Team, das bislang hier gespielt hat“. Einziger Wermutstropfen an diesem Abend die äußeren Umstände in der Kornwestheimer Eishalle: defekte Eismaschine, defekte Spieluhr, äußerst mangelhafte sanitäre Anlagen und nicht einmal warmes Wasser zum duschen. Insgesamt jedenfalls bundesliga-untauglich.

 

Tore: 1:0 (8. Min) Sandra Kürten / Susanne Fellner / Sabine Rückauer; 2:0 (21.) Stefanie Frühwirt / Nina Ziegenhals; 3:0 (51.) Sandra Kürten / Nina Ziegenhals / Lena Gratzl; 3:1 (54.) Andrea Weißbach / Aniela Grünzig

 

Strafen: TV Kornwestheim   0 Min / EHC Memmingen 4 Min.

 

Zuschauer: 49