Presseberichte Dezember 2002

29.12.2002 - Sabrina Kruck verlässt die EHC Damen

Memmingens Nationalspielerin Sabrina Kruck wechselt zum Abschluss der Vorrunde zum TV Kornwestheim. Peter Gemsjäger, Abteilungsleiter beim Memminger Dameneishockey, erteilte der  Verteidigerin die Freigabe für den Transfer. „Mir ist zwar klar, dass manch andere Vereinsverantwortliche einem solchen Wechsel nicht zugestimmt hätten, doch geht es mir in erster Linie um die sportliche Entwicklung der Aktiven. In Hinblick auf die Weltmeisterschaft kann sich Sabrina nun mit den vier Topteams Deutschlands messen. Sie hat menschlich uns sportlich prima in unsere Mannschaft gepasst und uns in der Vorrunde sehr geholfen“. Die Memmingerinnen wünschen ihr für die Endrunde und die internationalen Aufgaben viel Erfolg und auch das nötige Quäntchen Glück.


27.12.2002 - Zweite knappe Niederlage gegen Sonthofen – „so macht Eishockey keinen Spaß“

Trotz zweimaliger Führung konnten die Damen des EHC Memmingen auch das Rückspiel gegen den ERC Sonthofen nicht gewinnen. Wie vor 14 Tagen unterlagen sie mit nur einem Tor Unterschied knapp mit 3:4 (0:0/2:1/1:3). Die EHC Damen beschließen damit die Vorrunde in der Bundesliga mit einem 4. Platz.

„So macht Eishockey einfach keinen Spaß“ war die einhellige Meinung von Spielerinnen und Offiziellen des EHC Memmingen nach der Niederlage gegen den Allgäuer Rivalen. Hauptanlass für die Kritik waren die beiden jungen Schiedsrichter, die keinerlei Linie erkennen ließen und durch merkwürdige Entscheidungen die Memmingerinnen jedes Mal dann bestraften, wenn sie wieder am Drücker waren. „Es kann einfach nicht angehen, dass ein Spiel von Dritten so entscheidend beeinflusst wird“ zeigte sich Günther Polansky, Trainer der Memmingerinnen, enttäuscht. „Während gegen uns auch die kleinsten Kleinigkeiten geahndet wurden, konnte Sonthofen wesentlich körperbetonter spielen, ohne dafür bestraft zu werden“. 24 plus 10 Minuten gegen den EHC und nur 12 gegen Sonthofen standen am Schluss auf dem Spielbericht.

Zum Spielverlauf selbst: In einem torlosen ersten Drittel waren die Gäste aus den Oberallgäu klar dominierend. Memmingen zeigte sich ausgesprochen passiv und störte den gegnerischen Spielaufbau viel zu spät. Im zweiten Abschnitt wendete sich das Blatt. Zwar gelang Sonthofen in der 24. Minute in Überzahl das 0:1 doch die Memmingerinnen erzielten wenige Minuten später binnen 15 Sekunden (!) durch Maike Piwonka und Constanze Fischbach zwei Treffer zur 2:1 Führung. Zwei oder drei 100-prozentige Chancen vergaben die Stürmerinnen des EHC in der Folgezeit und Sonthofen konnte sich glücklich schätzen, nicht weiter in Rückstand zu geraten. Gerade als wieder eine Memmingern Unterzahl abgelaufen war, gelang den Gästen zu Beginn des letzten Drittels der Ausgleich.  Auch Constanze Fischbachs zweites Tor zum zwischenzeitlichen 3:2 egalisierten die Oberallgäuer im Handumdrehen. Ähnlich wie im Hinspiel fiel die Entscheidung zugunsten Sonthofens kurz vor Schluss. Sonja Kuisle versetzte sowohl die Memminger Verteidigung als auch Torfrau Petra Merath und verwandelte zum 3:4. Die Herausnahme der EHC Torfrau kurz vor dem Abpfiff brachte nichts mehr ein und so kassierten die Memminger Mädels auch im zweiten Allgäu Derby die zweite Niederlage. Sonthofens Coach Werner Sill sah ein kampfbetontes Spiel beider Teams: „Nach der Memminger 2:1 Führung hatten wir Glück, nicht weiter in Rückstand zu geraten. Zum Schluss musste ich alle Register ziehen, um noch beide Punkte zu ergattern“. Auch nach Meinung des Trainers der Oberallgäuer waren hauptsächlich die beiden Unparteiischen Verursacher für Hektik und Aggressivität in der Begegnung.

Mit einem vierten Platz beendeten die Memmingerinnen die Vorrunde in der Bundesliga Süd. Bereits am kommenden Wochenende beginnt die DEB Pokalrunde, und da kommt es schon im ersten Spiel am Samstag zu einer Neuauflage des Allgäu-Derbys gegen den ERC Sonthofen.

 

Tore: 0:1 (23:12) Christine Berndanner (Franziska Reindl); 1:1 (27:27) Maike Piwonka (Andrea Weißbach / Sabrina Kruck); 2:1 (27:42) Constanze Fischbach (Andrea Weißbach); 2:2 (41:51) Sonja Kuisle (Nicole Moller); 3:2 (45:38) Constanze Fischbach (Maike Piwonka / Andrea Weißbach); 3:3 (46:10) Michaela Feige (Patricia Speyer); 3:4 (56:12) Sonja Kuisle

Strafen: Memmingen 24 Min. + 10 für Heidi Müller, Sonthofen  12 Min.

Zuschauer: 80


25.12.2002 - Abschluß der Vorrunde – Sonthofen kommt zum Allgäu-Derby

Memmingen – Zum Abschluss der Vorrunde in der Bundesliga Süd empfangen die Eishockeydamen des EHC Memmingen am Freitagabend den Allgäuer Rivalen aus Sonthofen. Beiden Teams ist der Sprung auf Platz zwei und damit die Qualifikation zur Endrunde nicht gelungen, was den Oberallgäuern zumindest vom Spielerkader her mehr zuzutrauen gewesen wäre. Die Memmingerinnen hatten sich eigentlich Platz drei zum Ziel gesetzt, der nach den Resultaten der beiden letzten Wochen nun außer Reichweite liegt. Dennoch geht es für beide Mannschaften zumindest noch um „die Ehre“ und darum, wer die Nummer Eins im Allgäu ist. Das Hinspiel gewannen die Sonthofener Damen etwas glücklich mit 3:2, dabei hätte das Spiel ebenso mit dem umgekehrten Resultat ausgehen können. Zuletzt sind beide Mannschaften etwas außer Tritt geraten: Memmingen präsentierte sich am vergangenen Samstag bei der 1:3 Niederlage gegen Planegg ebenso schwach wie Sonthofen beim 2:2 Heimspiel gegen Königsbrunn.  Beide Allgäuer Teams werden in diesem Spiel eine willkommene Vorbereitung auf die Anfang Januar beginnende Pokalrunde sehen. Anspiel in der Memminger Eissporthalle ist am Freitag um 20 Uhr.


21.12.2002 - Memmingen verspielt den dritten Platz in der Bundesliga

Beim vorletzten Punktspiel der Eishockey Bundesliga Süd verspielten die Memminger Damen endgültig ihr eigentliches Saisonziel, Platz drei. Sie unterlagen in einem ausgesprochen schwachen Spiel beider Teams dem ESC Planegg mit 1:3 (0:0/1:0/0:3).

„Nur die ersten 15 Minuten haben wir ordentliches Eishockey gespielt“ kritisierte Memmingens Trainer Günther Polansky seine Mannschaft. Danach häuften sich bei den Memmingerinnen Unsicherheiten und Fehler, die den Gegner immer besser ins Spiel kommen ließen. Dennoch gelang den Maustädtern in der 21. Minute der Führungstreffer. Sandra Polansky zog im Powerplay von der blauen Linie ab und der abgefälschte Schuss passte genau zwischen die Schoner der Planegger Torfrau Martina Wayand. Die EHC Mädels hatten jetzt mehrfach Gelegenheit, das Resultat auf 2:0 oder 3:0 zu erhöhen und so die Partie vorzeitig zu entscheiden, doch vergaben sie beste Chancen reihenweise. Mit einem „Billard-Tor“, die Scheibe wurde gleich von zwei Schlittschuhen abgefälscht,  gelang den Gästen schließlich zu Beginn des letzten Drittels der 1:1 Ausgleichstreffer. Die Memmingerinnen brachten jetzt fast gar nichts mehr auf die Reihe und fanden sich wohl schon mit der Punkteteilung ab. Nicht so die Planegger Damen, die in der 56. Minute binnen einer Minute zweimal trafen und so den 1:3 Endstand markierten. Insgesamt ein schwaches Bundesligaspiel beider Mannschaften, bei denen die Memmingerinnen besser begannen aber dann umso stärker abbauten. Im letzten Spiel am Freitag gegen Sonthofen haben die EHC Mädels nun bei drei Punkten Rückstand keine Chance mehr, das ursprüngliche Saisonziel, Platz drei zu erreichen.

 

Tore: 1:0 (20:23) Sandra Polansky ( Andi Weissbach ); 1:1 (41:42)    Pink Monika (Splitter Sabrina); 1:2 (55:02) Seiler Sara ( Rumswinkel Sandra / Tatzel Bettina ); 1:3 (56:05) Weigand Elke

Strafen: Memmingen 10 Min., Planegg 6 Min.

Zuschauer: 80


18.12.2002 – Die Überraschungsmannschaft des Südens gastiert im Memmingen

Memmingen – Am vierten Adventswochenende empfangen die Damen des EHC Memmingen die Überraschungsmannschaft der laufenden Saison, den ESC Planegg. Bis zum siebten Spieltag behielten die Oberbayern eine blütenreine Weste und führten unangefochten die Tabelle im Süden an. Highlight war zweifelsohne der 3:2 Sieg beim haushohen Favoriten Kornwestheim.  Seit die Planegger als erste Teilnehmer an der Zwischenrunde feststanden, geriet deren Spielfluss allerdings ins Stolpern. Zunächst nahm Kornwestheim mit einem 4:0 Revanche für die Hinspielniederlage und am vergangenen Wochenende unterlagen die Planegger „Pinguins“ dann auch gegen Sonthofen, die man zuvor mit 10:3 beherrscht hatte, in einem schwachen Spiel mit 1:2. Den Planegger Verantwortlichen dürfte ob dieser Rückschläge ein Stein von Herzen gefallen sein, dass seitens des Verbandes die EHC Damen keine Punkte am grünen Tisch aus der Partie gegen Kornwestheim zugesprochen bekamen. In diesem Fall hätten die Memmingerinnen mit zwei Siegen aus den beiden verleibenden Partien Planegg sogar noch aus der Zwischenrunde kegeln können. Auch wenn es letztendlich für keine Mannschaft mehr um etwas geht, möchte EHC Trainer Günther Polansky gerne einen Sieg seines Teams sehen. „Bei der 1:4  Niederlage im Hinspiel waren wir durchaus gleichwertig“ so der Memminger Coach. Beim EHC hofft man auch, dass sich die Kranken- und Verletztenliste zum Wochenende wieder lichtet. Torfrau Kirsten Lenhardt, die seit dem Königsbrunnspiel an einer Knieverletzung laboriert, wird am Wochenende voraussichtlich wieder zur Verfügung stehen. Bei einem Erfolg dürfte die anschließende Weihnachtsfeier der Memminger Mädels besonders fröhlich ausfallen. Anspiel in der Memminger Eissporthalle ist am Samstag um 16.45 Uhr.


17.12.2002 – 0:5 Niederlage gegen Kornwestheim bestätigt

Auf der Dameneishockey-Infoseite www.dameneishockey.de wurde die Wertung des Spieles der EHC Damen gegen Kornwestheim bestätigt:

16.12.2002 - 19:12 Der Trubel um die Spielberechtigung von Mirjam Ludwig (TV Kornwestheim) hat ein konstruktives und gutes Ende gefunden. Das Spiel wird entsprechend des sportlichen Ausgangs mit 0:5 für den TV Kornwestheim gewertet.
In einem langen und intensiven Entscheidungsprozess wurde zunächst der Fakt erarbeitet, daß es in vielen Gemeinden Deutschlands gar keine Kinderausweise mit Lichtbild gibt. Da das Lichtbild als Identifikationsmerkmal herhalten soll, ist die Kopie des Originalen Spielerpass vom Heimatverein der Doppellizenz-Spieler/Innen ein viel brauchbareres Instrument. Von daher wird angedacht, dieses Vorgehen für den gesamten DEB-Bereich einzuführen.

Damit ist endgültig ein Schlussstrich unter eine Regellücke gezogen, die teilweise übelste Beschuldigungen gegen den EHC Memmingen zur Folge hatte. An dieser Stelle sein nochmals ausdrücklich betont, dass die Memmingern Mannschaft nie beabsichtigt hat, am „grünen Tisch“ Punkte aus diesem Spiel zu bekommen. Sämtliche Zusatzmeldungen wurden von den Schiedsrichtern bzw. der Kornwestheimer Mannschaft verfasst. Seitens der EHC Mannschaftsführung wurde sogar ausdrücklich bestätigt, dass die betroffene Spielerin Miriam Ludwig persönlich bekannt sei.


14.12.2002 - EHC Memmingen – TV Kornwestheim 0:5 Niederlage oder 5:0 Sieg?

Die Damen des EHC Memmingen unterlagen am Samstagabend gegen den amtierenden deutschen Meister TV Kornwestheim mit 0:5 (0:2/0:2/0:1). Dabei stand das eigentliche  Spiel lange Zeit im Hintergrund. Die Unparteiischen monierten vor dem Anspiel, dass für die Spielerin der Gäste, Miriam Ludwig, nicht der notwendige Originalausweis vorliege. Sie empfahlen dem Trainer Kornwestheims, Peter Kürten, seine Ersatztorhüterin als Feldspieler auf Eis zu schicken, das sie ansonsten die geforderte Mindestspielstärke nicht erreicht hätten. Kürten lehnte ab und drohte sogar mit Abreise seiner Mannschaft. Nach etlichen Telefonaten der Schiedsrichter und zwei Seiten Zusatzbericht wurde die Partie schließlich mit 30-minütiger Verspätung unter Teilnahme der Gästespielerin Ludwig angepfiffen.

Den EHC Mädels war deutlich anzumerken, dass sie sich nicht wie im Hinspiel vorführen lassen wollten. So ergaben sich Chancen auf beiden Seiten ohne dass zunächst etwas Zählbares heraussprang. Erst gegen Mitte das ersten Drittels die Führung für den hohen Favoriten. Begünstigt durch zwei Memminger Fehler gingen die Gäste mit einem Doppelschlag mit 0:2 in Führung. Verwirrung in der 18. Minute: als gegen den EHC ein Strafe angezeigt wurde bugsierten die Kornwestheimer „Lady Kodiaks“ die Scheibe versehentlich ins eigene Tor. Doch alle Proteste der Memmingerinnen halfen nichts, der vermeintliche Anschlusstreffer wurde nicht gegeben. Die Allgäuerinnen steckten dennoch nicht zurück und tauchten immer wieder gefährlich vor dem Gehäuse der Gäste auf. Das Spiel war nun rund dreißig Minuten völlig ausgeglichen bis die Schiedsrichter scheinbar das Zünglein an der Waage spielen wollten. Sie stellten nun die EHC Mädels reihenweise hinaus, dass sogar die Spielerinnen der Gäste dabei ein schlechtes Gewissen bekamen und sich für diese offensichtliche Benachteiligungen bei den EHC Offiziellen entschuldigten. Durch diese ständigen Hinausstellungen geschwächt gelang den Kornwestheimern drei Minuten vor Ende des zweiten Drittels mit einem weiteren Doppelschlag die vorentscheidende 0:4 Führung. Auch beim letzten Treffer der Gäste zum 0:5 (56. Min.) sahen sich die Memmingerinnen nicht richtig behandelt. Unmittelbar zuvor hatte EHC Torfrau Petra Merath einen Schuss auf Maske bekommen. Das „Pling“ konnte man bis in den letzten Winkel des Eisstadions hören, doch die Schiedsrichter erkannten auf Tor anstatt den Regeln entsprechend abzupfeifen.

Memmingens Coach Günther Polansky fand lobende Worte für sein Team: „wenn ich daran denke, dass wir am Mittwoch von 16 nur noch 5 Feldspieler zur Verfügung hatten, bin ich schon zufrieden. Die Angeschlagenen haben auf die Zähne gebissen und prima dagegengehalten. Ein so starker Gegner wie Kornwestheim nützt unsere Fehler eiskalt aus. So haben wir heute vier der fünf Treffer kassiert. Mit ein bisschen Glück hätte das Spiel auch 1:3 oder 2:4 ausgehen können“.

Vielleicht haben die Memmingerinnen ja im Nachhinein doch noch Grund zum Jubeln. Ob Kornwestheims Spielerin Miriam Ludwig nun tatsächlich spielberechtigt war oder nicht, entscheidet nun in den nächsten Tagen der Ligenleiter. Und da könnte aus der 0:5 Niederlage auch plötzlich noch ein 5:0 Sieg werden.

Tore: 0:1 (8:59) Frühwirt Stephanie (Ludwig Miriam); 0:2 (10:24) Lehmann Kathrin (Jung Jeanette); 0:3 (37:17) Körper Keshia-Sue; 0:4 (37:49) Jung Jeanette (Molt Corinna / Lehmann Kathrin); 0:5 (55:28) Frühwirt Stephanie (Behnke Miriam / Rückauer Sabine)

Strafen: Memmingen 18 Min., Kornwestheim 4 Min.

Zuschauer: 80


11.12.2002 - Die EHC Damen empfangen den deutschen Meister Kornwestheim – 102 zu 701 internationalen Spielen

Memmingen – Nach vier Auswärtsspielen in Folge treffen am Samstag um 19.30 Uhr die EHC Damen in der heimischen Eissporthalle auf den amtierenden deutschen Meister TV Kornwestheim. Für die Memmingerinnen dürften in dieser Partie die Trauben sehr hoch hängen, da sich die „Lady Kodiaks“ nach der überraschenden Niederlage gegen Planegg zu Saisonbeginn sofort gefangen haben und seither nichts mehr anbrennen ließen. Fünf Siege in Folge, darunter der 13:2 Erfolg über Memmingen aus dem Hinspiel sind eine imponierende Zwischenbilanz. Tore gelangen den Gegnern meistens nur, wenn der Trainer Kornwestheims gegen Ende der Partie die Ersatztorhüterin einwechselte. Schon fast traditionell nur mit einem Minikader antretend, setzt Kornwestheim fast ausschließlich auf Aktive mit internationaler Erfahrung. Insgesamt bringt es der Kader der „Lady Kodiaks“ derzeit auf 701 Länderspiele. Wesentlich bescheidener machen sich dagegen die 102 Länderspiele aller Mädels im Kader des EHC Memmingen aus. Auch die vielleicht beste deutsche Verteidigerin, Sandra Rückauer, steht, nachdem sie ihr drittes Kind bekommen hat, dem deutschen Meister seit kurzem wieder zur Verfügung. Da liegt es auf der Hand, dass Memmingens Trainer Günther Polansky sein Team nur in der des Außenseiters sieht: „Gegen diesen Gegner müssen alle Spielerinnen zu 100% fit sein und 120% Leistung bringen. Nur dann ist ein knappes Resultat möglich“. Ganz unmöglich ist dies freilich nicht. In den vergangenen Jahren erkämpften sich die Memmingerinnen mit ein 0:1 bzw. 1:3 mehr als respektable Ergebnisse. Wichtig dürfte es dem EHC Coach auch sein, das Team schon in diesem Match auf die beiden letzten Vorrundenspiele einzustellen um das eigentliche Saisonziel, Platz drei in der Vorrunde, zu erreichen. Für Kornwestheim geht es am Samstag noch darum, die letzten theoretischen Zweifel an der Teilnahme zur Endrunde zu beseitigen.


07.12.2002 - EHC Damen unterliegen im Allgäu-Derby

Memmingen / Sonthofen –  Ausgesprochen unglücklich unterlagen die Damen des EHC Memmingen im Allgäuer Derby in Sonthofen mit 2:3 (0:0/0:2/2:1). Dabei waren die Memmingerinnen mindestens gleichwertig und hätten genauso gut auch das Spiel für sich entscheiden können.

Der EHC ging konzentriert in das erste Bundesliga-Derby gegen den ERC Sonthofen und erspielte sich im ersten Abschnitt aus einer kompakten Abwehr heraus einige gute Chancen. Die zahlreichen Nationalspieler in Reihen der Gastgeber kamen kaum zur Geltung und es fehlte den Memmingerinnen nur etwas Glück zur Führung. Dir größte Chance hatte EHC Verteidigerin Aniela Grünzig, die in der 19.Minute nur am Pfosten scheiterte. Im Mittelabschnitt verloren die EHC Mädels etwas ihren Faden und den Rhythmus. Hauptursache hierfür die teilweise mysteriöse Regelauslegung der beiden Unparteiischen, die anscheinend zum ersten Mal ein Dameneishockeyspiel geleitet hatten und in der insgesamt fairen Partie jegliche klare Linie vermissen ließen. Aus dieser Verunsicherung heraus patzten die Memmingerinnen zweimal im eigenen Drittel und ermöglichten den Oberallgäuerinnen  so zwei Treffer. Dennoch hatten auch die Gäste ausreichend Gelegenheit zum Anschlusstreffer, scheiterten jedoch an Jenny Harß im Tor der Sonthofener. Moral bewiesen die Mädels vom EHC im letzten Drittel. Sie erhöhten den Druck wieder und glichen den Rückstand durch Maike Piwonka und Petra Neußer binnen zwei Minuten zum verdienten 2:2 aus. Die Gastgeber konnten jetzt nur mit viel Glück und einer guten Torhüterin vermeiden, sogar in Rückstand zu geraten. Wie aus heiterem Himmel dann der erneute Führungstreffer der Sonthofener zwei Minuten vor dem Abpfiff. Aus einer Standardsituation kullerte die Scheibe an EHC Torfrau Petra Meraths Fanghand vorbei in die Maschen der Memminger Tores.

Eine ausgesprochen unglückliche Niederlage der Memmingerinnen, die sich mindestens einen Punkt redlich verdient gehabt hätten. Eine überragende Partie lieferte dabei EHC Stürmerin Carla Manca ab, die, obwohl angeschlagen in die Partie gegangen, die Spielmacherin der Sonthofener, Sonja Kuisle, während der gesamten Begegnung komplett abgemeldet hat. „Wir haben nach dem Rückstand Moral beweisen und waren nach dem verdienten Ausgleich dem Führungstreffer näher als Sonthofen“ so EHC Coach Günther Polansky. “Ich äußere mich normalerweise nicht zu den Schiedsrichtern, aber die Beiden haben uns heute durch unberechenbare Entscheidungen nachhaltig aus dem Tritt gebracht“. Mit dieser Niederlage ist der Zug für die Maustädterinnen zur  Endrunde endgültig abgefahren. Nun gilt es, das eigentliche Saisonziel, Platz drei zu schaffen.

 

Tore: 1:0 (31:30) Speyer Patrizia (Tomczyk Natascha / Kuisle Sonja); 2:0 (34:33) Feige Michaela; 2:1 (47:10) Piwonka Maike (Weißbach Andrea); 2:2 (48:22) Neußer Petra (Strobl Rosi / Manca Carla); 3:2 (57:56) Tomczyk Natascha

Strafen: Sonthofen 10 Min; Memmingen 12 Min.

Zuschauer: 40


04.12.2002 - Erstes Allgäu-Derby in der Damenbundesliga

Sonthofen/Memmingen –  Zum ersten Male überhaupt treffen die Damenmannschaften des ERC Sonthofen  und des EHC Memmingen in der Eishockey-Bundesliga aufeinander. Spielbeginn in der Sonthofener Eissporthalle ist am Samstag um 17 Uhr.

Die Damen des ERC Sonthofen spielten bislang erst eine einzige Saison in der höchsten deutschen Spielklasse (1988/89). Damals bekamen sie sprichwörtlich „keinen Fuß aufs Eis“ und stiegen nach 12 Niederlagen aus ebenso vielen Spielen gleich wieder ab. Die letzten Begegnungen gegen den EHC Memmingen in einem Punktspiel stammten aus der Relegationsrunde 1989/99. Die Memmingerinnen siegten über den Allgäuer Konkurrenten zweimal klar mit 8:4 bzw. 9:4 Toren. Auch in der diesjährigen Saisonvorbereitung behielten die EHC Mädels im September mit 3:0 die Oberhand.

Ganz andere Voraussetzungen gelten für die Oberallgäuerinnen in dieser Spielzeit. Als Nachrücker „am grünen Tisch“ für den SC Riessersee verstärkte sich der Ex-Landesligist enorm: Mit Franziska Reindl, Christine Berndaner und der Ex-Memmingerin Nicole Moller kamen aus Garmisch drei Nationalspielerinnen ins Allgäu. Daneben verstärken vier Füssener Nachwuchsspielerinnen den Kader. Zusammen mit den Ex-Internationalen Sonja Kuisle und Natascha Tomcyk steht dem Trainergespann Dany Schaarmann und Werner Sill so ein großer und erfahrener Kader zur Verfügung. Als Geheimfavorit gestartet sind die Ergebnisse bislang allerdings hinter den hohen Erwartungen zurückgeblieben. Gegen Kornwestheim unterlag man zu Saisonbeginn klar mit 1:7 und nach der schmerzlichen 3:10 Niederlage gegen Planegg am vergangenen Wochenende, müssen die Hoffnungen der Sonthofener auf die Teilnahme an der Endrunde wohl schon begraben werden.

Im Memminger Lager war man ganz froh, dass man am vergangenen Wochenende kein Spiel austragen musste. Am Samstag standen beim Training gerade mal noch sieben Aktive auf dem Eis. Obwohl Petra Müller und Manuela Merath noch längerer Zeit ausfallen werden, rechnet Trainer Günther Polansky am Wochenende damit, wieder eine schlagkräftige Mannschaft aufs Eis bringen zu können. „Wir freuen uns schon auf diese Partie. Die Tagesform wird am Wochenende wohl über Sieg und Niederlage entscheiden“ so der Memminger Coach. Dabei hofft er, dass sein Team mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gegen die zahlreichen Stars der Oberallgäuer bestehen kann.