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29.12.2002
- Memmingens
Nationalspielerin 27.12.2002 - Zweite
knappe Niederlage gegen Sonthofen – „so macht Eishockey keinen Spaß“ Trotz zweimaliger Führung konnten die Damen des EHC Memmingen auch das Rückspiel
gegen den ERC Sonthofen nicht gewinnen. Wie vor 14 Tagen unterlagen sie mit
nur einem Tor Unterschied knapp mit 3:4 (0:0/2:1/1:3). Die EHC Damen
beschließen damit die Vorrunde in der Bundesliga mit einem 4. Platz. „So macht
Eishockey einfach keinen Spaß“ war die einhellige Meinung von Spielerinnen
und Offiziellen des EHC Memmingen nach der Niederlage gegen den Allgäuer
Rivalen. Hauptanlass für die Kritik waren die beiden jungen Schiedsrichter,
die keinerlei Linie erkennen ließen und durch merkwürdige Entscheidungen die
Memmingerinnen jedes Mal dann bestraften, wenn sie wieder am Drücker waren.
„Es kann einfach nicht angehen, dass ein Spiel von Dritten so entscheidend
beeinflusst wird“ zeigte sich Günther Polansky, Trainer der Memmingerinnen,
enttäuscht. „Während gegen uns auch die kleinsten Kleinigkeiten geahndet
wurden, konnte Sonthofen wesentlich körperbetonter
spielen, ohne dafür bestraft zu werden“. 24 plus 10 Minuten gegen den EHC und
nur 12 gegen Sonthofen standen am Schluss auf dem Spielbericht. Zum
Spielverlauf selbst: In einem torlosen ersten Drittel waren die Gäste aus den
Oberallgäu klar dominierend. Memmingen zeigte sich ausgesprochen passiv und
störte den gegnerischen Spielaufbau viel zu spät. Im zweiten Abschnitt
wendete sich das Blatt. Zwar gelang Sonthofen in der 24. Minute in Überzahl
das 0:1 doch die Memmingerinnen erzielten wenige Minuten später binnen 15
Sekunden (!) durch Maike Piwonka und Constanze Fischbach zwei Treffer zur 2:1
Führung. Zwei oder drei 100-prozentige Chancen vergaben die Stürmerinnen des
EHC in der Folgezeit und Sonthofen konnte sich glücklich schätzen, nicht
weiter in Rückstand zu geraten. Gerade als wieder eine Memmingern Unterzahl
abgelaufen war, gelang den Gästen zu Beginn des letzten Drittels der Ausgleich. Auch Constanze Fischbachs zweites Tor zum
zwischenzeitlichen 3:2 egalisierten die Oberallgäuer im Handumdrehen. Ähnlich
wie im Hinspiel fiel die Entscheidung zugunsten Sonthofens kurz vor Schluss.
Sonja Kuisle versetzte sowohl die Memminger Verteidigung als auch Torfrau
Petra Merath und verwandelte zum 3:4. Die Herausnahme
der EHC Torfrau kurz vor dem Abpfiff brachte nichts mehr ein und so
kassierten die Memminger Mädels auch im zweiten Allgäu Derby die zweite
Niederlage. Sonthofens Coach Werner Sill sah ein kampfbetontes
Spiel beider Teams: „Nach der Memminger 2:1 Führung hatten wir Glück, nicht
weiter in Rückstand zu geraten. Zum Schluss musste ich alle Register ziehen,
um noch beide Punkte zu ergattern“. Auch nach Meinung des Trainers der
Oberallgäuer waren hauptsächlich die beiden Unparteiischen Verursacher für
Hektik und Aggressivität in der Begegnung. Mit einem
vierten Platz beendeten die Memmingerinnen die Vorrunde in der Bundesliga
Süd. Bereits am kommenden Wochenende beginnt die DEB Pokalrunde, und da kommt
es schon im ersten Spiel am Samstag zu einer Neuauflage des Allgäu-Derbys
gegen den ERC Sonthofen. Tore: 0:1
(23:12) Christine Berndanner (Franziska
Reindl); 1:1 (27:27) Maike Piwonka (Andrea Weißbach / Strafen: Memmingen 24 Min. + 10 für
Heidi Zuschauer: 80 25.12.2002 - Abschluß der Vorrunde –
Sonthofen kommt zum Allgäu-Derby Memmingen – Zum Abschluss der Vorrunde in der Bundesliga Süd
empfangen die Eishockeydamen des EHC Memmingen am Freitagabend den Allgäuer Rivalen
aus Sonthofen. Beiden Teams ist der Sprung auf Platz zwei und damit die
Qualifikation zur Endrunde nicht gelungen, was den Oberallgäuern zumindest
vom Spielerkader her mehr zuzutrauen gewesen wäre. Die Memmingerinnen hatten
sich eigentlich Platz drei zum Ziel gesetzt, der nach den Resultaten der
beiden letzten Wochen nun außer Reichweite liegt. Dennoch geht es für beide
Mannschaften zumindest noch um „die Ehre“ und darum, wer die Nummer Eins im
Allgäu ist. Das Hinspiel gewannen die Sonthofener Damen etwas glücklich mit
3:2, dabei hätte das Spiel ebenso mit dem umgekehrten Resultat ausgehen
können. Zuletzt sind beide Mannschaften etwas außer Tritt geraten: Memmingen
präsentierte sich am vergangenen Samstag bei der 1:3 Niederlage gegen Planegg
ebenso schwach wie Sonthofen beim 2:2 Heimspiel gegen Königsbrunn. Beide Allgäuer Teams werden in diesem Spiel
eine willkommene Vorbereitung auf die Anfang Januar beginnende Pokalrunde
sehen. Anspiel in der Memminger Eissporthalle ist am Freitag um 20 Uhr. 21.12.2002 - Memmingen
verspielt den dritten Platz in der Bundesliga Beim vorletzten
Punktspiel der Eishockey Bundesliga Süd verspielten die Memminger Damen
endgültig ihr eigentliches Saisonziel, Platz drei. Sie unterlagen in einem
ausgesprochen schwachen Spiel beider Teams dem ESC Planegg mit 1:3
(0:0/1:0/0:3). „Nur die ersten
15 Minuten haben wir ordentliches Eishockey gespielt“ kritisierte Memmingens
Trainer Günther Polansky seine Mannschaft. Danach häuften sich bei den
Memmingerinnen Unsicherheiten und Fehler, die den Gegner immer besser ins
Spiel kommen ließen. Dennoch gelang den Maustädtern in der 21. Minute der
Führungstreffer. Sandra Polansky zog im Powerplay von der blauen Linie ab und
der abgefälschte Schuss passte genau zwischen die Schoner der Planegger
Torfrau Martina Wayand. Die EHC Mädels hatten jetzt
mehrfach Gelegenheit, das Resultat auf 2:0 oder 3:0 zu erhöhen und so die
Partie vorzeitig zu entscheiden, doch vergaben sie beste Chancen reihenweise.
Mit einem „Billard-Tor“, die Scheibe wurde gleich von zwei Schlittschuhen
abgefälscht, gelang den Gästen
schließlich zu Beginn des letzten Drittels der 1:1 Ausgleichstreffer. Die
Memmingerinnen brachten jetzt fast gar nichts mehr auf die Reihe und fanden
sich wohl schon mit der Punkteteilung ab. Nicht so die Planegger Damen, die
in der 56. Minute binnen einer Minute zweimal trafen und so den 1:3 Endstand
markierten. Insgesamt ein schwaches Bundesligaspiel beider Mannschaften, bei
denen die Memmingerinnen besser begannen aber dann umso stärker abbauten. Im
letzten Spiel am Freitag gegen Sonthofen haben die EHC Mädels nun bei drei
Punkten Rückstand keine Chance mehr, das ursprüngliche Saisonziel, Platz drei
zu erreichen. Tore: 1:0
(20:23) Sandra Polansky ( Andi Weissbach ); 1:1 (41:42) Pink Monika (Splitter Sabrina); 1:2 (55:02)
Seiler Sara ( Rumswinkel Sandra / Tatzel Bettina ); 1:3 (56:05) Weigand Elke Strafen: Memmingen 10 Min., Planegg 6
Min. Zuschauer: 80 18.12.2002 – Die Überraschungsmannschaft des Südens gastiert im
Memmingen Memmingen – Am vierten
Adventswochenende empfangen die Damen des EHC Memmingen die
Überraschungsmannschaft der laufenden Saison, den ESC Planegg. Bis zum
siebten Spieltag behielten die Oberbayern eine blütenreine Weste und führten
unangefochten die Tabelle im Süden an. Highlight war zweifelsohne der 3:2
Sieg beim haushohen Favoriten Kornwestheim.
Seit die Planegger als erste Teilnehmer an der Zwischenrunde
feststanden, geriet deren Spielfluss allerdings ins Stolpern. Zunächst nahm
Kornwestheim mit einem 4:0 Revanche für die Hinspielniederlage und am
vergangenen Wochenende unterlagen die Planegger „Pinguins“ dann auch gegen
Sonthofen, die man zuvor mit 10:3 beherrscht hatte, in einem schwachen Spiel
mit 1:2. Den Planegger Verantwortlichen dürfte ob dieser Rückschläge ein
Stein von Herzen gefallen sein, dass seitens des Verbandes die EHC Damen
keine Punkte am grünen Tisch aus der Partie gegen Kornwestheim zugesprochen
bekamen. In diesem Fall hätten die Memmingerinnen mit zwei Siegen aus den
beiden verleibenden Partien Planegg sogar noch aus der Zwischenrunde kegeln
können. Auch wenn es letztendlich für keine Mannschaft mehr um etwas geht,
möchte EHC Trainer Günther Polansky gerne einen Sieg seines Teams sehen. „Bei
der 1:4 Niederlage im Hinspiel waren
wir durchaus gleichwertig“ so der Memminger Coach. Beim EHC hofft man auch,
dass sich die Kranken- und Verletztenliste zum Wochenende wieder lichtet.
Torfrau Kirsten Lenhardt, die seit dem Königsbrunnspiel an einer
Knieverletzung laboriert, wird am Wochenende voraussichtlich wieder zur
Verfügung stehen. Bei einem Erfolg dürfte die anschließende Weihnachtsfeier
der Memminger Mädels besonders fröhlich ausfallen. Anspiel in der Memminger
Eissporthalle ist am Samstag um 16.45 Uhr. 17.12.2002 – 0:5 Niederlage gegen Kornwestheim bestätigt Auf
der Dameneishockey-Infoseite www.dameneishockey.de
wurde die Wertung des Spieles der EHC Damen gegen Kornwestheim bestätigt: 16.12.2002
- 19:12 Der Trubel um die Spielberechtigung von Mirjam Ludwig (TV
Kornwestheim) hat ein konstruktives und gutes Ende gefunden. Das Spiel wird
entsprechend des sportlichen Ausgangs mit 0:5 für den TV Kornwestheim
gewertet. Damit ist
endgültig ein Schlussstrich unter eine Regellücke gezogen, die teilweise
übelste Beschuldigungen gegen den EHC Memmingen zur Folge hatte. An dieser
Stelle sein nochmals ausdrücklich betont, dass die Memmingern Mannschaft nie
beabsichtigt hat, am „grünen Tisch“ Punkte aus diesem Spiel zu bekommen.
Sämtliche Zusatzmeldungen wurden von den Schiedsrichtern bzw. der
Kornwestheimer Mannschaft verfasst. Seitens der EHC Mannschaftsführung wurde
sogar ausdrücklich bestätigt, dass die betroffene Spielerin Miriam Ludwig
persönlich bekannt sei. 14.12.2002 - EHC
Memmingen – TV Kornwestheim 0:5 Niederlage oder 5:0 Sieg? Die
Damen des EHC Memmingen unterlagen am Samstagabend gegen den amtierenden
deutschen Meister TV Kornwestheim mit 0:5 (0:2/0:2/0:1). Dabei stand das
eigentliche Spiel lange Zeit im
Hintergrund. Die Unparteiischen monierten vor dem Anspiel, dass für die
Spielerin der Gäste, Miriam Ludwig, nicht der notwendige Originalausweis
vorliege. Sie empfahlen dem Trainer Kornwestheims, Peter Kürten, seine
Ersatztorhüterin als Feldspieler auf Eis zu schicken, das sie ansonsten die
geforderte Mindestspielstärke nicht erreicht hätten. Kürten lehnte ab und
drohte sogar mit Abreise seiner Mannschaft. Nach etlichen Telefonaten der
Schiedsrichter und zwei Seiten Zusatzbericht wurde die Partie schließlich mit
30-minütiger Verspätung unter Teilnahme der Gästespielerin Ludwig
angepfiffen. Den EHC
Mädels war deutlich anzumerken, dass sie sich nicht
wie im Hinspiel vorführen lassen wollten. So ergaben sich Chancen auf beiden
Seiten ohne dass zunächst etwas Zählbares heraussprang. Erst gegen Mitte das
ersten Drittels die Führung für den hohen Favoriten. Begünstigt durch zwei
Memminger Fehler gingen die Gäste mit einem Doppelschlag mit 0:2 in Führung.
Verwirrung in der 18. Minute: als gegen den EHC ein Strafe angezeigt wurde
bugsierten die Kornwestheimer „Lady Kodiaks“ die
Scheibe versehentlich ins eigene Tor. Doch alle Proteste der Memmingerinnen
halfen nichts, der vermeintliche Anschlusstreffer wurde nicht gegeben. Die
Allgäuerinnen steckten dennoch nicht zurück und tauchten immer wieder
gefährlich vor dem Gehäuse der Gäste auf. Das Spiel war nun rund dreißig
Minuten völlig ausgeglichen bis die Schiedsrichter scheinbar das Zünglein an
der Waage spielen wollten. Sie stellten nun die EHC Mädels reihenweise
hinaus, dass sogar die Spielerinnen der Gäste dabei ein schlechtes Gewissen
bekamen und sich für diese offensichtliche Benachteiligungen bei den EHC
Offiziellen entschuldigten. Durch diese ständigen Hinausstellungen geschwächt
gelang den Kornwestheimern drei Minuten vor Ende des zweiten Drittels mit
einem weiteren Doppelschlag die vorentscheidende
0:4 Führung. Auch beim letzten Treffer der Gäste zum 0:5 (56. Min.) sahen
sich die Memmingerinnen nicht richtig behandelt. Unmittelbar zuvor hatte EHC
Torfrau Petra Merath einen Schuss auf Maske bekommen. Das „Pling“ konnte man bis in den letzten Winkel des
Eisstadions hören, doch die Schiedsrichter erkannten auf Tor anstatt den
Regeln entsprechend abzupfeifen. Memmingens
Coach Günther Polansky fand lobende Worte für sein Team: „wenn ich daran
denke, dass wir am Mittwoch von 16 nur noch 5 Feldspieler zur Verfügung hatten,
bin ich schon zufrieden. Die Angeschlagenen haben auf die Zähne gebissen und
prima dagegengehalten. Ein so starker Gegner wie Kornwestheim nützt unsere
Fehler eiskalt aus. So haben wir heute vier der fünf Treffer kassiert. Mit
ein bisschen Glück hätte das Spiel auch 1:3 oder 2:4 ausgehen können“. Vielleicht
haben die Memmingerinnen ja im Nachhinein doch noch Grund zum Jubeln. Ob
Kornwestheims Spielerin Miriam Ludwig nun tatsächlich spielberechtigt war
oder nicht, entscheidet nun in den nächsten Tagen der Ligenleiter. Und da
könnte aus der 0:5 Niederlage auch plötzlich noch ein 5:0 Sieg werden. Tore: 0:1 (8:59) Frühwirt Stephanie (Ludwig
Miriam); 0:2 (10:24) Lehmann Kathrin (Jung Jeanette); 0:3 (37:17) Körper Keshia-Sue; 0:4 (37:49) Jung Jeanette (Molt Corinna / Lehmann Kathrin); 0:5 (55:28) Frühwirt
Stephanie (Behnke Miriam / Rückauer Sabine) Strafen:
Memmingen 18 Min., Kornwestheim 4 Min. Zuschauer:
80 11.12.2002 - Die EHC
Damen empfangen den deutschen Meister Kornwestheim – 102 zu 701 internationalen
Spielen Memmingen – Nach vier Auswärtsspielen in Folge treffen am Samstag um
19.30 Uhr die EHC Damen in der heimischen Eissporthalle auf den amtierenden
deutschen Meister TV Kornwestheim. Für die Memmingerinnen dürften in dieser
Partie die Trauben sehr hoch hängen, da sich die „Lady Kodiaks“
nach der überraschenden Niederlage gegen Planegg zu Saisonbeginn sofort
gefangen haben und seither nichts mehr anbrennen ließen. Fünf Siege in Folge,
darunter der 13:2 Erfolg über Memmingen aus dem Hinspiel sind eine imponierende Zwischenbilanz. Tore gelangen den Gegnern meistens nur, wenn der Trainer
Kornwestheims gegen Ende der Partie die Ersatztorhüterin einwechselte. Schon
fast traditionell nur mit einem Minikader antretend, setzt Kornwestheim fast
ausschließlich auf Aktive mit internationaler Erfahrung. Insgesamt bringt es der Kader
der „Lady Kodiaks“ derzeit auf 701 Länderspiele.
Wesentlich bescheidener machen sich dagegen die 102 Länderspiele aller Mädels
im Kader des EHC Memmingen aus. Auch die vielleicht beste deutsche
Verteidigerin, Sandra Rückauer, steht, nachdem sie
ihr drittes Kind bekommen hat, dem deutschen Meister seit kurzem wieder zur
Verfügung. Da liegt es auf der Hand, dass Memmingens Trainer
Günther Polansky sein Team nur in der des Außenseiters sieht: „Gegen diesen
Gegner müssen alle Spielerinnen zu 100% fit sein und 120% Leistung bringen.
Nur dann ist ein knappes Resultat möglich“. Ganz unmöglich ist dies freilich
nicht. In den vergangenen Jahren erkämpften sich die Memmingerinnen mit ein
0:1 bzw. 1:3 mehr als respektable Ergebnisse. Wichtig dürfte es dem EHC Coach
auch sein, das Team schon in diesem Match auf die beiden letzten
Vorrundenspiele einzustellen um das eigentliche Saisonziel, Platz drei in der
Vorrunde, zu erreichen. Für Kornwestheim geht es am Samstag noch darum, die
letzten theoretischen Zweifel an der Teilnahme zur Endrunde zu beseitigen. 07.12.2002 - EHC Damen unterliegen im Allgäu-Derby Memmingen
/ Sonthofen – Ausgesprochen
unglücklich unterlagen die Damen des EHC Memmingen im Allgäuer Derby in
Sonthofen mit 2:3 (0:0/0:2/2:1). Dabei waren die Memmingerinnen mindestens
gleichwertig und hätten genauso gut auch das Spiel für sich entscheiden
können. Der
EHC ging konzentriert in das erste Bundesliga-Derby gegen den ERC Sonthofen
und erspielte sich im ersten Abschnitt aus einer kompakten Abwehr heraus
einige gute Chancen. Die zahlreichen Nationalspieler in Reihen der Gastgeber
kamen kaum zur Geltung und es fehlte den Memmingerinnen nur etwas Glück zur
Führung. Dir größte Chance hatte EHC Verteidigerin Aniela Grünzig, die in der
19.Minute nur am Pfosten scheiterte. Im Mittelabschnitt verloren die EHC
Mädels etwas ihren Faden und den Rhythmus. Hauptursache hierfür die teilweise
mysteriöse Regelauslegung der beiden Unparteiischen, die anscheinend zum
ersten Mal ein Dameneishockeyspiel geleitet hatten und in der insgesamt
fairen Partie jegliche klare Linie vermissen ließen. Aus dieser
Verunsicherung heraus patzten die Memmingerinnen zweimal im eigenen Drittel
und ermöglichten den Oberallgäuerinnen
so zwei Treffer. Dennoch hatten auch die Gäste ausreichend Gelegenheit
zum Anschlusstreffer, scheiterten jedoch an Jenny Harß
im Tor der Sonthofener. Moral bewiesen die Mädels vom EHC im letzten Drittel.
Sie erhöhten den Druck wieder und glichen den Rückstand durch Maike Piwonka
und Petra Neußer binnen zwei Minuten zum verdienten 2:2 aus. Die Gastgeber
konnten jetzt nur mit viel Glück und einer guten Torhüterin vermeiden, sogar
in Rückstand zu geraten. Wie aus heiterem Himmel dann der erneute Führungstreffer
der Sonthofener zwei Minuten vor dem Abpfiff. Aus einer Standardsituation
kullerte die Scheibe an EHC Torfrau Petra Meraths
Fanghand vorbei in die Maschen der Memminger Tores. Eine
ausgesprochen unglückliche Niederlage der Memmingerinnen, die sich mindestens
einen Punkt redlich verdient gehabt hätten. Eine überragende Partie lieferte
dabei EHC Stürmerin Carla Manca ab, die, obwohl angeschlagen in die Partie
gegangen, die Spielmacherin der Sonthofener, Sonja Kuisle, während der
gesamten Begegnung komplett abgemeldet hat. „Wir haben nach dem Rückstand
Moral beweisen und waren nach dem verdienten Ausgleich dem Führungstreffer
näher als Sonthofen“ so EHC Coach Günther Polansky. “Ich äußere mich
normalerweise nicht zu den Schiedsrichtern, aber die Beiden haben uns heute
durch unberechenbare Entscheidungen nachhaltig aus dem Tritt gebracht“. Mit
dieser Niederlage ist der Zug für die Maustädterinnen zur Endrunde endgültig abgefahren. Nun gilt es,
das eigentliche Saisonziel, Platz drei zu schaffen. Tore: 1:0
(31:30) Speyer Patrizia (Tomczyk Natascha / Kuisle
Sonja); 2:0 (34:33) Feige Michaela; 2:1 (47:10) Strafen:
Sonthofen 10 Min; Memmingen 12 Min. Zuschauer:
40 04.12.2002 - Erstes
Allgäu-Derby in der Damenbundesliga Sonthofen/Memmingen – Zum ersten Male überhaupt treffen die
Damenmannschaften des ERC Sonthofen
und des EHC Memmingen in der Eishockey-Bundesliga aufeinander.
Spielbeginn in der Sonthofener Eissporthalle ist am Samstag um 17 Uhr. Die Damen des ERC Sonthofen spielten bislang erst
eine einzige Saison in der höchsten deutschen Spielklasse (1988/89). Damals
bekamen sie sprichwörtlich „keinen Fuß aufs Eis“ und stiegen nach 12 Niederlagen
aus ebenso vielen Spielen gleich wieder ab. Die letzten Begegnungen gegen den
EHC Memmingen in einem Punktspiel stammten aus der Relegationsrunde 1989/99.
Die Memmingerinnen siegten über den Allgäuer Konkurrenten zweimal klar mit
8:4 bzw. 9:4 Toren. Auch in der diesjährigen Saisonvorbereitung behielten die
EHC Mädels im September mit 3:0 die Oberhand. Ganz andere Voraussetzungen gelten für die
Oberallgäuerinnen in dieser Spielzeit. Als Nachrücker „am grünen Tisch“ für
den SC Riessersee verstärkte sich der Ex-Landesligist enorm: Mit Franziska
Reindl, Christine Berndaner und der Ex-Memmingerin
Nicole Moller kamen aus Garmisch drei
Nationalspielerinnen ins Allgäu. Daneben verstärken vier Füssener
Nachwuchsspielerinnen den Kader. Zusammen mit den Ex-Internationalen Sonja
Kuisle und Natascha Tomcyk steht dem Trainergespann
Dany Schaarmann und Werner Sill so ein großer und
erfahrener Kader zur Verfügung. Als Geheimfavorit gestartet sind die
Ergebnisse bislang allerdings hinter den hohen Erwartungen zurückgeblieben.
Gegen Kornwestheim unterlag man zu Saisonbeginn klar mit 1:7 und nach der
schmerzlichen 3:10 Niederlage gegen Planegg am vergangenen Wochenende, müssen
die Hoffnungen der Sonthofener auf die Teilnahme an der Endrunde wohl schon
begraben werden. Im Memminger Lager war man ganz froh, dass man am
vergangenen Wochenende kein Spiel austragen musste. Am Samstag standen beim
Training gerade mal noch sieben Aktive auf dem Eis. Obwohl Petra |